Nahost

Übungen im östlichen Mittelmeer: Russland verlegt Kampfjets mit Hyperschallraketen nach Syrien

Russland hat Bomber des Typs Tu-22M3 und MiG-31K-Abfangjäger mit Hyperschallraketen nach Syrien verlegt. Die Kampfflugzeuge werden an groß angelegten Übungen im östlichen Mittelmeer teilnehmen. Diese sind ein Element der russischen Militäraktivitäten inmitten einer Pattsituation mit dem Westen im Ukraine-Konflikt. Der russische Verteidigungsminister traf am Dienstag in Syrien ein, um die Übungen zu beobachten.
Übungen im östlichen Mittelmeer: Russland verlegt Kampfjets mit Hyperschallraketen nach SyrienQuelle: AFP © SANA

Die russische Armee verlegte am Dienstag Bomber des Typs Tu-22M3 und Kampfjets MiG-31K auf den Luftwaffenstützpunkt Hmeimim an der syrischen Mittelmeerküste. Die Kampfjets werden an groß angelegten Übungen im östlichen Mittelmeer teilnehmen. Diese sind ein Kernelement der russischen Militäraktivitäten inmitten einer Pattsituation mit dem Westen in Bezug auf den Ukraine-Konflikt und die Sicherheitsarchitektur in Europa.

Die Überschallbomber Tu-22M3 und die als Träger für die Hyperschallwaffe "Kinschal" dienenden Abfangjäger MiG-31K sollen in die Manöver einer "flottenübergreifenden Gruppe der russischen Seestreitkräfte im östlichen Mittelmeer" eingebunden werden. Bei der Übung würden die Piloten der Fernfliegerkräfte "Aufgaben gemäß dem Einsatzzweck" erfüllen, heißt es. Die genaue Zahl der nach Syrien verlegten Maschinen gab das russische Verteidigungsministerium allerdings nicht an.

Im Jahr 2018 wurden die MiG-31K-Flugzeuge aufgerüstet, um die Hyperschall-Luft-Boden Rakete Ch-47M2 Kinschal tragen zu können. Russland hatte 2021 dann zum ersten Mal Kampfjets mit Kinschal-Raketen mit einer Reichweite von rund 2.000 Kilometern nach Syrien verlegt. Zuvor war die zweite Landebahn auf der Hmeimim-Basis erweitert worden, um solche Flugzeuge bedienen zu können.

Der russische Verteidigungsminister, Sergei Schoigu, traf am Dienstag in Syrien ein, um die Übungen zu beobachten. Während seines Besuchs traf sich der Minister in Damaskus mit Präsident Baschar al-Assad und informierte ihn über die "Übungen der russischen Marine im östlichen Mittelmeer". Die beiden Politiker diskutierten die "militärtechnische Zusammenarbeit als Teil des gemeinsamen Kampfes" gegen den internationalen Terrorismus. Laut einer Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums sei zudem die russische humanitäre Hilfe für das syrische Volk besprochen worden, das "unter den harten Sanktionen der USA und der westlichen Länder leidet."

Moskau kündigte bereits am 20. Januar an, seine Marine werde eine Reihe von Manövern veranstalten, die sämtliche Flotten vom Pazifik bis zum Atlantik umfassen. An diesen Übungen seien 10.000 Soldaten, 140 Kriegsschiffe und Dutzende von Flugzeugen beteiligt. 

Russland ist ein langjähriger Verbündeter Syriens und seit dem Jahr 2015 um eine Beilegung des syrischen Konflikts bemüht. Moskau war damals von der syrischen Regierung unter der Führung von Präsident al-Assad aufgefordert worden, den Kampf der nationalen Streitkräfte gegen den Terror im Land zu unterstützen. Neben dem Luftwaffenstützpunkt Hmeimim unterhält die russische Armee die Marinebasis Tartus an der Mittelmeerküste. Für die russische Kriegsflotte stellt diese Basis den einzigen direkten Zugang zum Mittelmeer dar.

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts will der Kreml eine beispiellose Präsenz im Mittelmeer demonstrieren. Moskau beabsichtigt, inmitten der Spannungen um die Ukraine damit ein Signal an die NATO zu senden. Die Manöver sollen zeigen, dass Russlands militärische Fähigkeiten den Nahen Osten einschlössen, falls eine mögliche Osterweiterung des von den USA geführten Militärbündnisses nicht gestoppt würde.

Mehr zum Thema - Ein geopolitischer Wendepunkt: Russlands Zugang zum Mittelmeer alarmiert EU und Transatlantiker

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