Nahost

Syrien: Präsident Assad und seine Frau erholen sich von Corona-Infektion

Der syrische Präsident Baschar al-Assad und seine Frau haben sich von COVID-19 erholt. Die Pandemie, die selbst westliche Länder auf eine harte Probe stellt, ist insbesondere aufgrund der US-Sanktionen eine große Herausforderung für den syrischen Gesundheitssektor.
Syrien: Präsident Assad und seine Frau erholen sich von Corona-InfektionQuelle: AFP © Stringer/SANA

Der syrische Präsident Bashar Assad und seine Frau haben sich von COVID-19 erholt und sind am Dienstag, drei Wochen nachdem sie positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, zu ihren regulären Aufgaben zurückgekehrt. "Nach dem Ende der Quarantänezeit und der negativen PCR-Ergebnisse haben Präsident Baschar al-Assad und Frau Asma al-Assad ihre Arbeit normal wieder aufgenommen", meldete die Nachrichtenagentur SANA am Dienstag.

In einem Twitter-Beitrag bestätigte auch die syrische Präsidentschaft die Nachricht und wünschte allen Syrern, die sich mit dem Virus infiziert haben, eine baldige Genesung.

Syriens Präsident Assad und seine Frau Asma hatten sich Anfang März mit dem Coronavirus infiziert. Der Staatschef und seine Frau hatten seinerzeit "leichte Symptome" gespürt und sich daraufhin PCR-Tests unterzogen.

Die Pandemie, die selbst westliche Länder auf eine harte Probe stellt, ist eine große Herausforderung für den syrischen Gesundheitssektor, der ohnehin durch zehn Jahre des Krieges erschöpft ist. Der Krieg kostete mehr als eine halbe Million Menschen das Leben, die Hälfte der 23 Millionen Einwohner Syriens aus der Vorkriegszeit sind bereits vertrieben. Die WHO hat letzte Woche angekündigt, eine Impfkampagne gegen Coronaviren in Syrien zu beaufsichtigen, die voraussichtlich im April beginnen wird, um bis Ende 2021 20 Prozent der Bevölkerung zu impfen.

USA und EU haben in letzter Zeit harte Sanktionen gegen Syrien verhängt und das Vermögen des Staates sowie von Hunderten von Unternehmen und Einzelpersonen eingefroren. Im vergangenen Jahr trat ein zweites Bündel von US-Sanktionen im Rahmen des sogenannten "Caesar Act" in Kraft, der im Dezember 2019 vom ehemaligen Präsidenten Donald Trump unterzeichnet worden war. US-Sanktionen haben den Kampf gegen die COVID-19-Pandemie erschwert und teils den Zugang der Zivilbevölkerung zu internationaler humanitärer Hilfe behindert.

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