Nahost

Warnsignal an Teheran: Biden schickt B-52-Bomber über Persischen Golf

Die B-52-Bomber, die mit den Militärflugzeugen aus Ländern wie Israel, Saudi-Arabien und Katar eskortiert wurden, flogen am Sonntag über den Nahen Osten, um erneut ein "Warnsignal" an Iran zu senden.
Warnsignal an Teheran: Biden schickt B-52-Bomber über Persischen GolfQuelle: Reuters

Im Zuge der Spannungen zwischen Teheran und Washington flogen zwei US-Bomber in Richtung Iran. Die B-52-Bomber flogen am Sonntag über den Nahen Osten als eine weitere Mission dieser Art in der Region, die darauf abzielte, Iran inmitten der Spannungen zwischen Washington und Teheran einzuschüchtern.

Das Zentralkommando des US-Militärs erklärte, die beiden B-52 seien mit Militärflugzeugen aus Ländern wie Israel, Saudi-Arabien und Katar über die Region geflogen. Es war der vierte Bombereinsatz dieser Art im Nahen Osten in diesem Jahr und der zweite unter Präsident Joe Biden.

Die Verfolgung der Flugroute zeigt, dass die beiden B-52 aus der Minot Air Force Base in North Dakota kamen, was das United States Central Command in seiner Erklärung zu den Flügen nicht erwähnte, obwohl die Behörden später Bilder der Flugbesatzung veröffentlichten, die ihren Abflug dort vorbereitet hatte.

Das US-Militär erwähnte Iran in seiner Erklärung nicht direkt und sagte, das Ziel der Mission sei es gewesen, den Gegner von Aggressionen abzuhalten und den alliierten Nationen Unterstützung zu versichern.

Als ein klares Signal an Iran flogen US-Bomber der US-Luftwaffe B-52H über den Persischen Golf, bevor Bomber im israelischen Luftraum auf dem Weg zurück zu ihrem Stützpunkt in den USA gesichtet wurden, vermeldeten israelische Medien. Die B-52-Bomber wurden von der israelischen Luftwaffe F-15 eskortiert, als sie über Israel flogen. 

Die USA versuchen, Iran dazu zu drängen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um erneut über das Atomabkommen zu verhandeln. Israel sowie die Golfstaaten sind gegen eine US-Rückkehr zum Abkommen und stellten eine Reihe von Forderungen auf, die in einem künftigen Abkommen behandelt werden sollen. Iran wies bereits neue Verhandlungen zurück. Nach ihrem Ausstieg aus dem Atomabkommen im Jahr 2018 hatten die USA alte, bereits ausgesetzte Sanktionen gegen Iran wieder eingeführt und neue verhängt. Damit setzte der ehemalige US-Präsident Trump faktisch auf eine Nahostallianz gegen Iran. Anscheinend will Biden diesen Kurs fortsetzen.

Die Furcht der Golfstaaten vor Iran führte schon seit Jahren zu einer spürbaren Annäherung mit Israel. Israel und die Golfstaaten sehen immer mehr gemeinsame Interessen, insbesondere seit Iran infolge des Arabischen Frühlings seinen Einfluss im Irak, in Syrien, im Libanon und Jemen ausbaute. Die Golfstaaten glauben zudem, dass sie sich nicht mehr auf den Schutz der USA verlassen können, nachdem die USA sich stückweise aus der Region zurückzogen.

Die Lage im Irak und in Syrien ist zudem weiter extrem angespannt. Erst am 27. Februar wurde ein Raketenangriff auf die US-Militärbasis Al Asad im Irak verübt. Dabei sei ein US-Amerikaner durch einen Herzinfarkt ums Leben gekommen. Das Weiße Haus warnte daraufhin davor, dass die USA sich eine Reaktion auf den Raketenangriff am Mittwoch vorbehalten würden. Die US-Luftwaffe flog zuvor einen Luftangriff auf Ziele in Syrien, die angeblich von Iran unterstützte schiitische Milizen nutzten. Der Angriff wurde von Biden persönlich angeordnet.

Mehr zum Thema - Nacht des Schreckens: US-Soldaten berichten über iranischen Raketenangriff auf Al Asad-Basis im Irak

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