Asien

Film über über Musiklegende Freddie Mercury in China - Homosexuelle Inhalte rausgeschnitten

Der Film über die Rockband Queen und Sänger Freddie Mercury wurde am Wochenende in einer Reihe von Arthouse Kinos in China gezeigt. Das Zensurbüro aber schnitt alle Passagen heraus, die auf seine Homosexualität hinwiesen. Auch die AIDS-Diagnose fehlt.
Film über über Musiklegende Freddie Mercury in China - Homosexuelle Inhalte rausgeschnittenQuelle: Reuters © Paulo Whitaker

Das der chinesischen Zensur unliebsame Material ist vier Minuten lang, darunter intime Szenen seiner Beziehungen und Szenen, in denen Drogen konsumiert werden. "Bohemian Rhapsody" über die britische Rockband Queen und deren Sänger Freddie Mercury ist insgesamt zwei Stunden lang. Chinesische Fans, die zuvor die unzensierte Version gesehen hatten, kritisierten, dass zentrale Szenen der Biographie Mercuries fehlten, darunter solche mit seinem Langzeitpartner Jim Hutton. Auch Freddie Mercury in Frauenkleidern auf der Bühne, wie er seinen Hit "I Want to Break Free" singt, wird dem Publikum in China vorenthalten.

Für einige Zuschauer in China ergab der Handlungsstrang keinen Sinn mehr. Chinesischen Zuschauern war etwa schier unklar, weshalb die Beziehung zwischen Mercury und seiner Freundin Mary Austin in die Brüche ging. Die Szene, in der er ihr seine Bisexualität beichtete, die zur Trennung des Paares führte, fehlte. 

Rami Malek, bekannt aus der Serie "Mr. Robot", stellt Freddie Mercury unter der Regie des ehemaligen X-Man-Regisseurs Bryan Singer dar. Der Film beginnt damit, dass Freddie Mercury der Band beitritt. Die noch lebenden Queen-Bandmitglieder Brian May und Roger Taylor berieten den Regisseur bei der Umsetzung. Ursprünglich sollte der israelische Komiker und Schauspieler Sacha Baron Cohen Mercury spielen. Dieser nahm jedoch aufgrund künstlerischer Differenzen Abstand von dem Projekt. In Großbritannien hatte der Film am 24. Oktober 2018 Premiere. Am fertigen Werk wurde kritisiert, dass einige Inhalte nicht dem Leben Mercurys entsprachen.

Seit dem Jahr 2001 gilt Homosexualität in China nicht mehr als Krankheit. Gesetze gegen Diskriminierung Homosexueller gibt es in China nicht. Gleichgeschlechtliche Paare dürfen in China weder heiraten noch Kinder adoptieren. Im alten China, noch frei von westlichem Einfluss, galt Homosexualität als normal.

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