Asien

Iran führt Gespräche mit den Taliban, während USA Truppenabzug aus Afghanistan vorbereiten

Während sich Berichte darüber mehren, dass die USA ihre Militärpräsenz in Afghanistan deutlich reduzieren wollen, soll sich der Iran eigenen Angaben zufolge mit den Taliban in Gesprächen befinden, um die Stabilität in der Region zu gewährleisten.
Iran führt Gespräche mit den Taliban, während USA Truppenabzug aus Afghanistan vorbereitenQuelle: Reuters

Der Iran führt Gespräche mit den Taliban. Ali Shamkhani, Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates des Iran, soll laut den iranischen staatlichen Medien dazu Folgendes erklärt haben:

Die Reihe von Kontakten und Gesprächen mit der Taliban-Gruppierung fand mit dem Wissen der afghanischen Regierung statt. […] Dieser Trend wird sich fortsetzen.

Shamkhani betonte die Notwendigkeit einer "aktiven Beteiligung der regionalen Länder an den Sicherheitsprozessen", um die Stabilität in dem vom Krieg verwüsteten Land zu fördern.

Der Beamte äußerte sich während eines eintägigen Afghanistan-Besuchs, den er im Rahmen einer iranischen Delegation zu einem Treffen mit Beamten der afghanischen Regierung unternahm. Neben der Ankündigung der Gespräche mit den Taliban äußerte Shamkhani seine Besorgnis darüber, dass die Expansion des IS in dieser Region nach wie vor eine "ernste" Bedrohung darstelle. Er betonte:

Die Zusammenarbeit (unserer) beider Länder wird zweifellos sehr effektiv bei der Lösung der aktuellen Sicherheitsprobleme Afghanistans sein.

Der Iran soll laut der Asia Times seine Beteiligung in dieser Frage intensiviert haben, weil die Vereinigten Staaten angeblich darauf hinarbeiten, ihre Truppenzahl auf ein Niveau zu senken, das seit dem Beginn der US-Militäroperation in diesem Land nie mehr unterschritten wurde.

Eine von den USA geführte Koalition fiel 2001 in Afghanistan ein und begann eine mittlerweile 17-jährige "Mission", die heute den längsten militärischen Konflikt in der Geschichte der Vereinigten Staaten darstellt.

Mehr zum Thema - Interview: Islamischer Staat in Afghanistan könnte Teil einer CIA-Proxy-Kriegspolitik sein - Teil II

Auf dem Höhepunkt der US-Militäraktion in Afghanistan wurden 2009 unter der Regentschaft von US-Präsident Obama rund 100.000 Soldaten im Rahmen einer von der Regierung angeordneten "Welle" eingesetzt. Nachrichtenberichten zufolge soll die derzeitige US-Regierung Pläne über die Halbierung der derzeitigen US-Truppenstärke von rund 14.000 Mitarbeitern diskutieren.

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