
Philippinen: Polizei rettet fünf Russinnen und Ex-Schönheitskönigin vor Menschenhändlern

Im Rahmen eines Einsatzes gegen einen mutmaßlichen Menschenhändlerring hat die Polizei der Philippinen in der Stadt Makati einen Verdächtigen festgenommen und dabei fünf russische Staatsbürgerinnen sowie eine einheimische Frau gerettet. Dies berichtete am 14. August die Zeitung Cebu Daily News.
Wie das nationale Ermittlungsbüro der Philippinen (NBI) berichtete, habe der verdächtigte 42-Jährige die Frauen unter dem Deckmantel von PR-Modeling für sexuelle Dienstleistungen angeboten. Er wurde auf frischer Tat festgenommen, nachdem er eingewilligt hat, einem Undercover-Agenten des NBI die Frauen für 25.000 Philippinische Peso (umgerechnet rund 350 Euro) pro Person zu Verfügung zu stellen.

Wie der Fernsehkanals GMA News unter Verweis auf NBI-Chef Melvin Matibag berichtete, handelt es sich bei der geretteten Philippinerin um eine ehemalige Schönheitskönigin, die in der Modelindustrie bekannt sei. Die russischen Frauen haben sich als Models vorgestellt, eine Dokumentenüberprüfung des NBI zeigte allerdings, dass sie sich mit Touristenvisa im Lande aufhielten. Gegenwärtig befinden sich alle Frauen in Obhut von Sozialarbeitern der Stadt Makati. Der festgenommene Mann wurde wegen Menschenhandels angeklagt.
Das NBI gab an, mit Russlands Botschaft auf den Philippinen in Kontakt zu stehen. Ein Mitarbeiter der russische diplomatischen Vertretung bestätigte der Nachrichtenagentur TASS diese Angaben und erklärte:
"Im Zusammenhang mit Medienberichten über eine Rettung von fünf russischen Staatsbürgerinnen als möglichen Opfern von Menschenhandel durch Rechtspflegebehörden auf den Philippinen teilen wir mit, dass die Botschaft mit lokalen zuständigen Behörden in dieser Angelegenheit in Kontakt steht und die verfahrensrechtliche Stellung dieser Personen angefragt hat."
Russische Diplomaten erklärten, bisher keine Hilfsanfragen von den betroffenen Frauen erhalten zu haben, äußerten aber ihre Bereitschaft zur Unterstützung.
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