Asien

Botschafter: China hat Interesse an Steigerung der Ölimporte aus Russland

China will den Import von russischem LNG steigern – und zwar in großem Stil. Diese Kooperation soll beiden Seiten helfen, die aktuellen geopolitischen Herausforderungen zu meistern. Allerdings müssen erst noch administrative und logistische Probleme gelöst werden.
Botschafter: China hat Interesse an Steigerung der Ölimporte aus RusslandQuelle: Sputnik © RIA Nowosti / Maxim Bogodwid

China erwägt eine Steigerung der Importe russischer Energieträger, darunter auch Flüssigerdgas, erklärte der chinesische Botschafter in Moskau, Zhang Hanhui, gegenüber der Zeitung Iswestija. Er wies darauf hin, dass es sich um eine Steigerung der Lieferungen von Öl und Methan sowohl über Pipelines als auch in verflüssigter Form handele. Dabei hat die Entwicklung der Energiezusammenarbeit zwischen Peking und Moskau mehrere Vorteile: territoriale Nähe, gute Beziehungen und ein gemeinsamer Markt, der den Interessen beider Seiten entspricht. Der Botschafter betonte:

"Wir sind an einer Steigerung der Lieferungen russischer Energieprodukte interessiert. Und zwar sowohl Gas als auch Öl und Flüssiggas. Allerdings sind wir dabei auf Probleme gestoßen. In erster Linie handelt es sich dabei natürlich um logistische Fragen, die wir klären müssen. Die Zusammenarbeit bietet uns mehrere Vorteile. Zum einen die Nähe: Es handelt sich um Nachbarländer. Zum anderen wird eine solche Zusammenarbeit durch gute Beziehungen gewährleistet. Und drittens: Sie haben die Ressourcen und die Waren, wir haben den Markt – und damit die Nachfrage. Das liegt natürlich im Interesse beider Seiten."

Die Lieferungen russischer Energieträger nach China haben in den letzten Jahren historische Rekorde gebrochen. Die neuesten Daten der chinesischen Zollbehörden zeigen, dass die LNG-Importe aus Russland im Jahr 2025 9,8 Millionen Tonnen erreichten, was einem Anstieg von 18,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Anteil Russlands an den Erdgasimporten nach China stieg auf 35 Prozent, damit ist Russland das dritte Jahr in Folge der größte Lieferant.

Dabei besteht weiterhin Potenzial für eine Steigerung der Lieferungen von Flüssigerdgas aus Russland nach China. So merkt Igor Juschkow, Experte der Finanzuniversität der russischen Regierung, an:

"Ab dem 25. April gilt ein Verbot für die Lieferung von russischem LNG auf den europäischen Markt im Rahmen von Kurzzeitverträgen. Die Gasmengen, die zuvor aufgrund günstigerer Preise von Händlern nach Europa weiterverkauft wurden, werden nun direkt auf den asiatischen Markt, einschließlich China, geliefert."

Gas aus Russland hat für Peking im Vergleich zu anderen Optionen eine Reihe wirtschaftlicher Vorteile. Gerade russisches LNG hat China geholfen, seine Importkosten zu senken. Die Lieferungen aus Malaysia seien zwar am günstigsten, aber Russland liege nur knapp darüber.
Experten betonen auch: Die Zusammenarbeit in diesem Bereich wird Russland helfen, den Verlust des europäischen Marktes zu kompensieren, und China, seine "grüne Strategie" umzusetzen. Für ein Wachstum der Exporte müssen die Partner jedoch die Infrastruktur verbessern. Insbesondere die Logistik. So ist die Nordseeroute noch nicht ganzjährig befahrbar, sodass LNG-Lieferungen von den Werken Yamal und Arctic LNG 2 weiterhin um Europa herum erfolgen müssen, was die Transportkosten und Risiken erhöht.

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