Asien

Afghanistan: Mindestens 920 Tote und 600 Verletzte nach heftigem Erdbeben nahe pakistanischer Grenze

Mindestens 920 Todesopfer und über 600 Verletzte – so verlautbaren Quellen in der Taliban-Regierung die Zwischenbilanz nach einem heftigen Erdbeben in Afghanistans Provinzen Paktika und Chost über Nacht vom 21. zum 22. Juni, die Such- und Bergungsarbeiten dauern an.

Ein heftiges Erdbeben hat sich über Nacht vom 21. zum 22. Juni in den ostafghanischen Provinzen Paktika und Chost an der Grenze zu Pakistan ereignet. Zahlreiche Wohnhäuser wurden zerstört.

Zunächst hatte der afghanische Fernsehsender TOLOnews von 50 Toten und 65 Verletzten berichtet. Dann stieg die Zahl der gemeldeten Todesopfer auf mindestens 155 Menschen an, die Zahl der Verletzten auf 250, meldete der Fernsehsender Al Jazeera aus Katar am Mittwoch unter Berufung auf eine Quelle in der afghanischen Regierung. Nach Angaben der örtlichen Behörden laufen derzeit Such- und Rettungsmaßnahmen im Katastrophengebiet. Der Leiter des Ministeriums für Naturkatastrophenschutz in der Taliban-Regierung, Mohammad Nassim Haqqani, ordnet die Mehrzahl der Opfer der Provinz Paktika zu: Diese soll 100 Todesopfer und 250 Verletzte zu beklagen haben. Nach jüngsten Daten entfallen weitere 25 Todesopfer und 95 Verletzte auf die Provinz Chost und weitere 5 Todesopfer auf Nangarhar. Für die verbleibende Zahl gemeldeter Opfer fehlt bislang eine Ortsangabe.

Die staatliche afghanische Nachrichtenagentur Bakhtar News Agency berichtete dann von mindestens 280 Todesopfern und mindestens 600 Verletzten – wobei die Zahlen, wie es hieß, noch ansteigen dürften.

Und leider sind die Zahlen in der Tat angestiegen: Mittlerweile bemisst sich die Zwischenbilanz der Naturkatastrophe auf mindestens 920 Tote, schreibt al-Jazeera mit Verweis auf den afghanischen Katastrophenschutz. Immerhin wird kein Anstieg der Verletztenzahlen gemeldet. 

Die Stärke des Erdbebens gab Pakistan laut seismologischen Messungen mit 6,1 an, während die US-Erdbebenwarte USGS von 5,9 und einem nur geringfügig schwächeren Nachbeben spricht. Das Epizentrum des Bebens soll sich an der Grenze zu Pakistan etwa 50 Kilometer südwestlich von der Stadt Chost in ebenso etwa 50 Kilometern Tiefe befunden haben.

Die Such- und Bergungsarbeiten dauern noch an.

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