Asien

Teheran: Iran und China blicken auf "neuen Horizont der Zusammenarbeit"

Die Volksrepublik China und die Islamische Republik Iran haben in der letzten Zeit einige sehr bedeutende Dokumente zum weiteren Aufbau der gegenseitigen Beziehungen unterzeichnet. Diese sollen nun durch verschiedene Maßnahmen umgesetzt werden.
Teheran: Iran und China blicken auf "neuen Horizont der Zusammenarbeit"Quelle: www.globallookpress.com

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Said Khatibzadeh, hat am Dienstag erklärt, dass Iran und China einem "neuen Horizont der Zusammenarbeit" entgegensehen würden. Das berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Zuvor hatten sich die Außenminister beider Staaten gegenseitig besucht, um die chinesisch-iranische Partnerschaft zu festigen.

Neben der geografischen Nähe zwischen Iran und China verbänden beide Staaten auch ihre Geschichte, Kultur und Politik sowie zwischenmenschliche Beziehungen. Das erklärte der iranische Diplomat in einem Interview mit Xinhua. Beide Nationen seien seit der Antike durch die Seidenstraße miteinander verbunden.

Insbesondere die Einleitung der umfassenden strategischen Partnerschaft im Januar 2016 stelle einen "sehr wichtigen Moment und Wendepunkt" hinsichtlich der "Schaffung neuer Säulen der bilateralen Beziehung" dar, so Khatibzadeh.

Im letzten Jahr hatten beide Länder bei dem Besuch des chinesischen Außenministers Wang Yi in Teheran, anlässlich des 50. Jahrestages der Aufnahme bilateraler diplomatischer Beziehungen, einen umfassenden Plan der Zusammenarbeit unterzeichnet. Der iranische Außenminister Hossein Amir-Abdollahian besuchte seinerseits China Mitte Januar. Damit leiteten Teheran und Peking nach einer, wie es Khatibzadeh beschrieb, "sehr umfassenden und langen Diskussion" zwischen Amir-Abdollahian und Wang die Umsetzung des auf 25 Jahre ausgelegten Planes ein.

Angesichts der jüngsten Entwicklungen in den bilateralen Beziehungen hätten Teheran und Peking jetzt eine gute Ausgangslage, um weitere Details zu klären. Es gehe darum, wie sie ihren Konsens in verschiedenen Bereichen umsetzen könnten, so Khatibzadeh.

Iran habe China stets bei seinen Kerninteressen unterstützt, etwa im Hinblick auf die Ein-China-Politik. Demgegenüber habe China seinerseits Iran in verschiedenen Bereichen geholfen, etwa mit der Unterstützung bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie in einer sehr schwierigen Zeit.

Die bilateralen Beziehungen würden nicht nur den beiden Staaten nützen, sondern auch der Region, und darüber hinaus der ganzen Welt. Gemeinsam wollen die beiden Nationen dem Unilateralismus und der "Politik der Einschüchterung, die Washington in der internationalen Arena zu diktieren versucht", die Stirn bieten.

Khatibzadeh verwies zudem auf die Notwendigkeit, im Rahmen der öffentlichen Diplomatie die zwischenmenschlichen Beziehungen und den Austausch zu berücksichtigen und sorgfältig zu gestalten. Beide Länder hätten sich dafür entschieden, ihre Völker zusammenzubringen. Chinesen und Iraner müssten sich gegenseitig besser verstehen.

China und Iran haben eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die interkulturellen Beziehungen zu fördern. So benötigen etwa chinesische Touristen für Iran-Reisen keine Visa mehr. In Iran werden jetzt in den Kinos zunehmend chinesische Filme aufgeführt, und an den Universitäten Chinesischkurse angeboten. Es gebe einen regen Austausch zwischen den Institutionen beider Ländern. Zum Zwecke eines verstärkten kulturellen Austauschs seien auch verschiedene Messen und Feste geplant, die in beiden Ländern durchgeführt werden sollen.

Ein weiteres Feld der Zusammenarbeit seien die gemeinsamen Anstrengungen gegen die Desinformationskampagnen der USA und anderer westlicher Staaten. Den diese richteten sich sowohl gegen die Volksrepublik China als auch gegen die Islamische Republik Iran.

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