Asien

Medienberichte: Westliche Sanktionen gegen Russland könnten Bumerang-Effekt haben

Berichten zufolge hat die US-Regierung eingeräumt, dass eine neue Runde von Sanktionen gegen Russland sowohl der Welt- als auch der US-Wirtschaft ernsthaften Schaden zufügen würde. Dies sei aber kein Grund, das Vorhaben aufzugeben.
Medienberichte: Westliche Sanktionen gegen Russland könnten Bumerang-Effekt habenQuelle: Sputnik © Maxim Blinow

Neue Sanktionen gegen Russland würden trotz der potenziell schädlichen Auswirkungen für die USA und ihre westlichen Verbündeten im Falle eines militärischen Konflikts mit der Ukraine eingeführt werden. Darauf wiesen mehrere Vertreter der Regierung von US-Präsident Joe Biden gegenüber dem Sender CNN hin. Washington beschuldigt Moskau, eine Invasion in die Ukraine zu planen, was der Kreml als Falschmeldung zurückweist.

Im erwähnten CNN-Bericht werden mindestens zwei Analysen zitiert, die das Finanz- und das Außenministerium der USA in den letzten Wochen durchgeführt haben. Diese kamen zu dem Ergebnis, dass die Sanktionen gegen den russischen Energiekonzern Gazprom und die Zentralbank des Landes katastrophale Folgen für den Westen selbst haben könnten. Sollten die Sanktionen eingeführt werden, würden sie die weltweite Wirtschaft lähmen, indem sie die Gaspreise in die Höhe treiben oder den europäischen Handel und die Investitionen nach Russland zu einem für den EU-Block ungünstigen Zeitpunkt behindern würden.

Die negativen Auswirkungen könnten in dem Wahljahr wie ein Bumerang auch auf die USA zurückfallen. Die zitierten Beamten wiesen außerdem auf die angebliche Gefahr möglicher Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen in den USA und Europa hin.

Washington beschuldigte Russland bereits zuvor, hinter einer Reihe von Cyberangriffen zu stecken. Anfang dieses Monats setzte das FBI einen Russen auf seine Fahndungsliste, weil er Ransomware im Wert von Millionen von US-Dollar gegen zahlreiche Opfer, darunter Unternehmen und Regierungsstellen, eingesetzt haben soll. Im April vergangenen Jahres kündigten die USA bereits Sanktionen gegen Russland an, die als Reaktion auf Cyberangriffe und andere feindselige Handlungen gelten sollten. Moskau hat alle Anschuldigungen bestritten und angekündigt, mit Spiegelsanktionen reagieren zu wollen. Ein hochrangiger Vertreter der US-Regierung erklärte dazu:

"Alle Kosten, die wir tragen würden, im Vergleich zu den Auswirkungen, die wir auf die russische Wirtschaft und das Finanzsystem erzielen, würden verblassen."

Die USA und eine Reihe ihrer westeuropäischen Partner haben Russland mit nicht näher bezeichneten "verheerenden Konsequenzen" gedroht, sollte der Kreml in der Ukraine militärisch aktiv werden. Zu den potenziellen Sanktionen gehören offenbar auch Maßnahmen gegen große russische Geschäftsbanken und den russischen Energiesektor, die Sperrung des Zugangs Russlands zu den Anleihemärkten, der Ausschluss des Landes vom internationalen Zahlungssystem SWIFT und die Verschärfung von Ausfuhrkontrollen.

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