Asien

Russland und ASEAN stellen Plan für wirtschaftliche Zusammenarbeit vor

Die von Moskau angeführte Eurasische Wirtschaftsunion und der Verband Südostasiatischer Nationen wollen ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit vertiefen. Dazu haben sie einen entsprechenden Arbeitsplan für die nächsten fünf Jahre ausgearbeitet.
Russland und ASEAN stellen Plan für wirtschaftliche Zusammenarbeit vorQuelle: Reuters © Willy Kurniawan

Russland und der Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN) haben einen Fahrplan zur Förderung der gegenseitigen Handels- und Investitionszusammenarbeit für die nächsten fünf Jahre verabschiedet. Dies teilte das russische Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung mit. Der Pressedienst des Ministeriums erklärte unter Berufung auf den stellvertretenden Minister Wladimir Iljitschew:

"Die Pandemie hat gezeigt, dass wir die Krise nur durch eine verstärkte Zusammenarbeit in drei Schlüsselbereichen – Handel und Investitionen, digitale Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung – überwinden können."

Dem Beamten zufolge haben sich die Investitionen in gemeinsame Projekte zwischen Russland und der ASEAN trotz der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 mit 8,8 Milliarden US-Dollar im Vergleich zu 2019 mehr als verdreifacht.

Iljitschew stellte fest, dass sowohl die ASEAN-Mitgliedstaaten als auch Russland ihre jeweiligen Wirtschaftsmodelle modernisieren müssen, um eine effizientere Zusammenarbeit zu gewährleisten. Außerdem betonte er, dass Moskau im Rahmen des Vorhabens großes Potenzial in der gemeinsamen Arbeit an klimarelevanten Projekten sehe.

Nach Angaben des Ministeriums werde sich die Zusammenarbeit zwischen der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU), deren Mitglied Russland ist, und der ASEAN in naher Zukunft ebenfalls verändern. Hinsichtlich ASEAN und EAWU heißt es in der Erklärung:

"Die beiden Seiten haben sich darauf geeinigt, eine Reihe von Initiativen in den Bereichen der Entwicklung des Single-Window-Systems, des elektronischen Handels, des Schutzes des geistigen Eigentums sowie der Anwendung sanitärer und phytosanitärer Maßnahmen auszuarbeiten."

Auf dem Östlichen Wirtschaftsforum im russischen Wladiwostok wurde Anfang des Monats ein Vorschlag zur Einrichtung einer Freihandelszone zwischen der ASEAN und der EAWU vorgelegt, um die regionale Zusammenarbeit weiter zu fördern.

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