Asien

Davon wie ein Dieb in der Nacht: Wie die US-Truppen den Flugplatz Bagram räumten

Nach über 20 Jahren gestaltet sich der Rückzug der USA aus Afghanistan plötzlicher, als es den Afghanen recht ist. Ende der vergangenen Woche fand ein Aufbruch vom größten US-Militärflugplatz Bagram sogar in aller Heimlichkeit statt.
Davon wie ein Dieb in der Nacht: Wie die US-Truppen den Flugplatz Bagram räumtenQuelle: www.globallookpress.com © Sayed Mominzadah

Um 3 Uhr morgens am vergangenen Freitag hatten die US-Truppen ihren Flugplatz Bagram verlassen, ohne das afghanische Militär davon zu informieren, wie erst jetzt bekannt wurde. Der neue Kommandeur, der afghanische General Mir Asadullah Kohistani, war darüber nicht erfreut. "Sie haben uns nicht informiert, als sie gingen", sagte er der US-Nachrichtenagentur AP. "Wir hörten Gerüchte, dass die Amerikaner Bagram verlassen haben ... Und um 7 Uhr morgens begriffen wir, dass es bestätigt war."

Bagram liegt etwa eine Stunde Fahrt von Kabul entfernt und ist mit seinen zwei Landebahnen der größte Militärflugplatz. Viele der dort stationierten US-Soldaten hatten während ihres Aufenthalts den Stützpunkt nie verlassen.

In der Basis um den Flugplatz hinterließen die US-Amerikaner nicht nur Tausende Fahrzeuge – meist ohne Schlüssel –, Wasserflaschen, Energydrinks, Fertignahrung, Kleinwaffen und allerlei Einrichtung, sondern auch ein Gefängnis mit schätzungsweise 5.000 Insassen, die meisten davon gefangene Taliban. Schwere Waffen wurden allerdings mit abgezogen und die Munition vernichtet.

Die Dunkelheit auf dem Stützpunkt nach dem Abzug war sofort das Signal zur Plünderung. Die Plünderer drangen von Norden in den Stützpunkt ein und luden alles auf Lkw, was nicht niet- und nagelfest war. Die afghanische Armee fand von den vorhandenen Vorräten noch leere Wasserflaschen und Energydrink-Dosen. Noch am Montag waren die neuen afghanischen Eigentümer damit beschäftigt, den Müll einzusammeln.

Mehr zum Thema - "Taliban haben Sicherheit und Frieden gebracht" – Afghanistan nach dem Truppenabzug

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team