Asien

Singapurs Regierung plant Übergang zur "neuen Normalität" vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie

Singapur zählt zu den Staaten, die am besten durch die COVID-19-Pandemie kommen. Jetzt präsentiert die Regierung einen Übergangsplan zu einer "neuen Normalität" unter den Bedingungen der Corona-Krise. Man geht davon aus, dass COVID-19 zum Alltag gehören wird.
Singapurs Regierung plant Übergang zur "neuen Normalität" vor dem Hintergrund der COVID-19-PandemieQuelle: Gettyimages.ru © Roslan Rahman

Unter den rund 5,7 Millionen Einwohnern Singapurs sind nur 30 Menschen im Zusammenhang mit COVID-19 gestorben. Über 35 Prozent der Bevölkerung sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Die Regierung des Inselstaates geht jedoch davon aus, dass COVID-19 zur Realität der Zukunft gehören wird. Unter diesen Bedingungen haben die Minister einen Übergangsplan zu einer "neuen Normalität" präsentiert. Die Bürger müssen zu ihrem normalen Leben zurückkehren, und die Wirtschaft muss sich von der Corona-Krise erholen. Die Regierung will dies durch eine anhaltende großangelegte Impfkampagne, regelmäßiges Testen eines wesentlichen Teils der Bevölkerung und aller, die nach Singapur kommen, sowie durch Identifizierung der Menschen, die Kontakt mit positiv Getesteten hatten, erreichen.

Im Bericht weist die Regierung darauf hin, dass Singapur wirtschaftlich auf Handel und internationale Kontakte angewiesen ist. Vor diesem Hintergrund soll das Leben im Inselstaat so angepasst werden, dass COVID-19 nicht gefährlicher ist als eine saisonale Grippe. Die zuständigen Minister teilten in Bezug auf den Plan mit:

"Ob wir mit COVID-19 leben können, hängt schließlich auch davon ab, dass die Singapurer akzeptieren, dass COVID-19 endemisch sein wird, und von unserem kollektiven Verhalten."

Die Regierung ruft die Bürger dazu auf, verantwortungsbewusst zu handeln. Menschen, die Symptome einer Krankheit aufweisen, müssen sich selbst isolieren, während Arbeitgeber für Mitarbeiter solche Bedingungen schaffen müssen, unter denen dies möglich ist. Im Regierungsbericht heißt es:

"Wissenschaft und menschlicher Einfallsreichtum werden sich letztendlich über COVID-19 durchsetzen. Zusammenhalt und soziales Bewusstsein werden uns schneller dorthin bringen. Wir müssen alle unseren Teil beitragen."

Singapur setzt sich das Ziel, solche Maßnahmen zu treffen, um neue Wellen der Krankheit zu bewältigen, ohne das "normale Leben" im Land zu beeinträchtigen. Dieses Ziel wollen die Minister vor allem durch eine massenhafte Impfung erreichen. Man setzt unter anderem auf die Nachimpfung – sowohl eine saisonbedingte als auch gegen neue Varianten des Virus. Außerdem schlägt die Regierung vor, die zeitintensiven PCR-Testungen durch zugängliche Express-Tests zu ersetzen. All jene, die aus dem Ausland in den Staat einreisen, müssen sich auf das Coronavirus testen lassen. Im Fall eines positiven Ergebnisses werden sie isoliert.

Darüber hinaus plant die Regierung, das System der Identifizierung der Kontakte der positiv getesteten Personen zu vervollkommnen. Nichtsdestotrotz äußern die Minister ihre Hoffnung darauf, dass dieses System in der Zukunft nicht mehr nötig sein werde.

Die täglichen Aktualisierungen der Infektionszahlen müssen eventuell durch Ergebnisstatistiken ersetzt werden, zum Beispiel wie viele Patienten eine Intensivpflege benötigen. 

In absehbarerer Zukunft können Singapurer mit einem Nachweis einer Vollimpfung wieder in jene Länder reisen, die das Virus ebenfalls unter Kontrolle gebracht und zu einer endemischen Norm gemacht haben. Mit einem negativen Test bei der Ankunft werden sie von der Quarantäne befreit werden.

Im Laufe der Zeit und unter den Bedingungen einer erfolgreichen Impfkampagne will man laut dem Bericht eventuell alle Einschränkungen abschaffen. Unternehmen kehren zu ihrem Normalbetrieb zurück, und Menschen dürfen sich wieder zu Feierlichkeiten versammeln. Nur die Isolierung jener Menschen mit COVID-19-Symptomen soll weiter zum Alltag gehören.  

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