Chinas Außenamtssprecher schlägt japanischer Regierung vor, Wasser aus AKW Fukushima zu trinken

Der chinesische Außenamtssprecher Zhao Lijian hat am Mittwoch Japan und die USA für die Pläne der Regierung in Tokio scharf kritisiert, gut eine Million Tonnen radioaktives Wasser aus dem havarierten AKW Fukushima nach einer Behandlung ins Meer fließen zu lassen. Der Beamte zeigte sich über die Reaktion Washingtons verwundert, das zuvor erklärt hatte, die Regierung in Tokio habe die Entscheidung transparent getroffen. Der chinesische Diplomat verwies darauf, dass eine Billigung durch die USA nicht automatisch bedeute, dass auch die internationale Gemeinschaft den Schritt befürworte.
Some say Japan's decision was endorsed by the US. But that doesn't mean endorsement by the international community. Oddly, the US "thanked" Japan for its efforts. If the US values environmental protection, it should shoulder its responsibility rather than adopt double-standards. pic.twitter.com/GRA9KPqOuL
— Lijian Zhao 赵立坚 (@zlj517) April 14, 2021
"Wenn die USA den Umweltschutz schätzen, so sollten sie da Verantwortung übernehmen, statt nach zweierlei Maß zu messen."
An die Adresse der japanischen Regierungsvertreter sagte Zhao, diese sollten als Erste einen Schluck von dem gefilterten Kühlwasser aus dem AKW Fukushima trinken, zumal sie behaupteten, dies sei in Ordnung.
Ocean is not Japan's trash can; and #PacificOcean is not Japan's sewer. It should not expect the world to pay the bill for its treatment of wastewater. #Japanese official said the water is "OK to drink", why doesn't him take a sip first? They should not pretend to be ignorant.
— Lijian Zhao 赵立坚 (@zlj517) April 14, 2021
"Der Ozean ist kein Mülleimer Japans und der Pazifik ist keine Kloake Japans. Sie sollten nicht damit rechnen, dass die Welt die Rechnung für die Abwasserbehandlung bezahlen würde."
Zuvor hatte sich auch die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa bedauert, dass die japanische Regierung den geplanten Umgang mit dem kontaminierten Wasser ohne Vorabkonsultationen mit den Nachbarländern getroffen hatte. In diesem Zusammenhang forderte Moskau von Tokio volle Transparenz und mehr Informationen über das Vorhaben, das eine radioaktive Gefahr darstellen könnte.
Russische Umweltschützer besorgt über Japans Pläne, Wasser aus AKW #Fukushima ins Meer abzulassenhttps://t.co/vy3z7EcXhl
— RT DE (@de_rt_com) April 15, 2021
Der Fukushima-GAU hatte sich am 11. März 2011 nach einem Erdbeben der Stärke 9,1 mit einem darauffolgenden 40 Meter hohen Tsunami ereignet. Die Naturgewalt führte damals zu Ausfällen an Sicherheitssystemen und Schäden am Atommeiler Fukushima Daiichi. Es kam zu einer massiven Freisetzung von Radioaktivität. Aus den betroffenen Gebieten in der Präfektur Fukushima wurden rund 300.000 Menschen evakuiert. Nach einer Dekontaminierung durften einige von ihnen zurückkehren.
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