Asien

Peking und Tokio wollen in der Region gemeinsam ein Meer des Friedens schaffen

China hat sich nach Regierungsgesprächen mit Japan für den Frieden in der Region und die Verringerung der Feindseligkeiten im Ostchinesischen Meer ausgesprochen. Beide Nationen wünschen sich bessere und stabilere Beziehungen. Hieran wolle man arbeiten, heißt es.
Peking und Tokio wollen in der Region gemeinsam ein Meer des Friedens schaffenQuelle: Reuters © Issei Kato/Pool TPX

Der chinesische Außenminister Wang Yi und der japanische Außenminister Toshimitsu Motegi hielten nach einem Gesprächstag in Tokio eine gemeinsame Pressekonferenz ab. Es ist der erste Besuch eines hochrangigen chinesischen Vertreters in Japan seit dem Amtsantritt von Premierminister Yoshihide Suga im September.

Widersprüchliche Interessen bezüglich der Souveränität des Ostchinesischen Meeres standen angeblich ganz oben auf der Tagesordnung, nachdem Berichten zufolge ein chinesisches Schiff in die umstrittenen Gewässer um die Diaoyu-Inseln eingelaufen war, die beide Nationen für sich beanspruchen.

Wang sagte den Medien, er hoffe, dass das Ostchinesische Meer durch die Zusammenarbeit mit Japan zu einem "Meer des Friedens" werden könne. Er mäßigte seine Bemerkungen jedoch und fügte hinzu, dass Peking weiterhin seine territoriale Souveränität verteidigen werde. Motegi äußerte sich positiv über die Gespräche und erklärte, man sei in der Lage gewesen, "einen offenen Meinungsaustausch über die gegenseitigen Anliegen der bilateralen Beziehungen zu führen".

Die beiden Minister erklärten, dass sie sich darauf geeinigt hätten, bei der Bekämpfung von COVID-19 zusammenzuarbeiten und den Geschäftsverkehr bis Ende November wiederaufzunehmen. Die Beziehungen zwischen den beiden Wirtschaftsgiganten spitzten sich dieses Jahr weiter zu, da Peking Tokio beschuldigte, Bündnisse gegen China einzugehen.

In der vergangenen Woche unterzeichneten Japan und Australien ein Verteidigungsabkommen, das eine verstärkte militärische Zusammenarbeit der beiden Nationen vorsieht und es ihren Streitkräften unter anderem erlaubt, Ausbildungsmissionen auf dem Territorium des jeweils anderen Landes durchzuführen.

Japan nahm auch an der Malabar-Übung teil, einer Marine-Ausbildungsoperation mit den USA, Australien und Indien. Ziel der Übung war es, die Einsatzfähigkeit der Seestreitkräfte zwischen den verbündeten Nationen zu verbessern, die alle gegen die wachsende Rolle Chinas in der Region sind.

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