Asien

Mutmaßlicher Anschlag auf Armeniens Regierungschef vereitelt

Armeniens Nationaler Sicherheitsdienst verhinderte nach eigenen Angaben einen Anschlag auf Ministerpräsident Nikol Paschinjan und die Machtergreifung durch Putschisten.
Mutmaßlicher Anschlag auf Armeniens Regierungschef vereiteltQuelle: Reuters © Tigran Mehrabyan

Ein Anschlag soll auf Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan vereitelt worden sein. Armeniens Nationaler Sicherheitsdienst (NSS) teilte am Samstag in einer Erklärung mit, dass er einen Versuch verhindert habe, Ministerpräsident Nikol Paschinjan von seinen politischen Gegnern ermordet zu werden. Drei Personen seien festgenommen worden. Sie hätten die Machtübernahme durch einen Staatsstreich und die Ermordung des Ministerpräsidenten geplant.

"Der Nationale Sicherheitsdienst der Republik Armenien hat Fälle des illegalen Erwerbs und der Aufbewahrung von Waffen, Munition und Sprengstoffen durch eine Gruppe von Personen aufgedeckt, die das Ziel hatten, die Macht in der Republik Armenien zu ergreifen", heißt es in der Erklärung. Es wurde festgestellt, dass die Angreifer, die mit der "Innen- und Außenpolitik des Staates nicht einverstanden waren", die Machtübernahme durch die Ermordung des Regierungschefs erlangen wollten.

In der Erklärung werden die Informationen verdeutlicht, dass die Waffen von Karabach nach Armenien transportiert worden seien, wo seit dem 27. September Militäroperationen durchgeführt werden. Aus diesem Grund sollen bereits der ehemalige Leiter des Nationalen Sicherheitsdienstes des Landes und Gründer der Oppositionspartei Hayrenik, Artur Wanezjan, der ehemalige Abgeordnete Vahram Baghdasaryan und zwei weitere Personen festgenommen worden sein. 

Paschinjan hatte kürzlich ein Friedensabkommen mit Aserbaidschan über die umstrittene Region Bergkarabach, das die Abtretung einiger Gebiete durch Armenien vorsah, verkündet. Dies wurde von seinen Gegnern im Land als Kapitulation vor der Offensive Aserbaidschans ausgelegt. Nicht zuletzt deswegen kam es in Jerewan in letzten Tagen zu wiederholten Protesten und Ausschreitungen.

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