Lateinamerika

Maduro: Trump wird blutverschmiert aus Konflikt mit Venezuela hervorgehen

Venezuelas Präsident warnt die USA vor einer Militärintervention in seinem Land. Diese würde blutig für die Vereinigten Staaten enden, so Nicolás Maduro. Der von den USA nicht mehr anerkannte Präsident verwies dabei auf die Geschichte von "David gegen Goliath".
Maduro: Trump wird blutverschmiert aus Konflikt mit Venezuela hervorgehenQuelle: Reuters

Unter Bezugnahme auf die Bibel und vergangene militärische Debakel der USA warnte der venezolanische Präsident in einem Interview die Vereinigten Staaten vor einer militärischen Intervention in seinem Land.

"Stopp. Hören Sie auf, Trump! Bleiben Sie genau da stehen! Sie machen einen Fehler, der Ihre Hände mit Blut überzogen zurücklässt, und Sie werden die Präsidentschaft mit Blut befleckt zurücklassen", sagte Nicolás Maduro. Er warnte davor, dass ein möglicher Krieg ein neues "Vietnam" für Washington bedeuten könnte.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump alle möglichen Verhandlungen mit der Maduro-Regierung ausgeschlossen und erklärt, dass die Entsendung des US-Militärs nach Venezuela "eine Option" sei. Maduro beschrieb eine mögliche militärische Konfrontation mit den Vereinigten Staaten als "David gegen Goliath"-Konflikt. Es sei ein Kampf, den Trump bedauern würde.

Wenn das nordamerikanische Imperium uns angreift, müssen wir uns verteidigen. Wir werden Venezuela nicht aushändigen. Wir haben auch unsere Geheimnisse - und wir haben unsere Schleuder. Davids Schleuder liegt in unseren Händen", so der venezolanische Präsident.

Er räumte jedoch ein, dass Washington eine ernsthafte Bedrohung für seine Regierung darstellt. "Sie benutzen Vorschlaghammer statt Boxhandschuhe", sagte Maduro und beschuldigte die USA, seinen Sturz anzustreben, um Kontrolle über die riesigen Ölreserven Venezuelas zu erlangen.

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Maduro fand auch Worte für die transatlantischen Verbündeten Washingtons. Er bezeichnete das Ultimatum Europas, Neuwahlen abzuhalten, als "imperialen Zug aus der Kolonialzeit".

Theorien über einen möglichen militärischen Einmarsch der USA in Venezuela wurden genährt, nachdem der Nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, mit einem Notizblock gesichtet wurde, auf dem "5.000 Soldaten nach Kolumbien" geschrieben stand. Bogota hat jegliche Kenntnis von dem angedeuteten Truppeneinsatz geleugnet und erklärt, dass Washington nicht um die Erlaubnis gebeten hat, Truppen zu schicken.

Im Januar erkannten die USA Juan Guaidó als legitimen Führer des Landes an und übergaben ihm die Kontrolle über die Vermögenswerte des Landes in den USA. Mehrere der lateinamerikanischen Verbündeten Washingtons folgten diesem Beispiel. Am Montag erklärten auch mehrere EU-Staaten Guaidó zum "Interimspräsidenten". Moskau kritisierte die Anerkennung des selbsternannten "Interimspräsidenten" als unzulässige ausländische Einmischung.

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