Lateinamerika

Ecuadors Präsident rechtfertigt Präsenz von US-Truppen im Land: "Das ist keine Invasion"

Obwohl die ecuadorianische Bevölkerung bei einem Referendum klar gegen die Wiedereinrichtung von US-Militärstützpunkten im südamerikanischen Land votiert hat, hält Präsident Daniel Noboa an der Kooperation mit dem Pentagon fest. Sein Argument: US-Truppen bedeuten Sicherheit.
Ecuadors Präsident rechtfertigt Präsenz von US-Truppen im Land: "Das ist keine Invasion"Quelle: Legion-media.ru © MoiraM

Der ecuadorianische Staats- und Regierungschef Daniel Noboa hat am Dienstag erneut für die Präsenz von US-Truppen im südamerikanischen Land plädiert. Die Zusammenarbeit mit dem Pentagon rechtfertigte der Politiker damit, dass das US-Militär den örtlichen Behörden helfen werde, die akute Sicherheitskrise im Land zu meistern. Im Gespräch mit dem US-Medienunternehmen Bloomberg sagte Noboa:

"Das ist keine Invasion. Es handelt sich nicht um einen Eindringling, der in unser Land kommt. In Wirklichkeit handelt es sich um eine internationale Kooperation gegen das Verbrechen."   

Somit beantwortete der Staatschef die Frage, ob er US-Armeeangehörige in seinem Land akzeptieren würde. Dabei fügte Noboa hinzu, dass dies kein Problem wäre – vorausgesetzt, dass die US-Truppen in Ecuador bereit wären, die Führungsrolle der einheimischen Streitkräfte zu achten. Denn es sei die Rede von einer Zusammenarbeit und nicht davon, jemandes Befehlen zu folgen.

Noboa gab bekannt, dass er schon darüber mit Washington gesprochen habe. Die beiden Seiten seien offen für eine solche Möglichkeit. Die Stationierung von US-Truppen könnte bereits im laufenden Jahr erfolgen. Inzwischen habe man es geschafft, die Mordrate in den Grenzgebieten um 38 Prozent zu reduzieren. Im Land lasse sich die Friedensstimmung spüren.

Im vergangenen November hatte in Ecuador ein Referendum stattgefunden. Unter den Initiativen, welche die Regierung von Noboa sich von den Wahlberechtigten absegnen lassen wollte, war auch die Frage nach der Präsenz von US-Truppen im Land. Der Vorschlag, das Verbot für ausländische Militärbasen aufzuheben, löste eine besonders starke Ablehnung aus.

Ein Jahrzehnt lang hatte das US-Militär in der Stadt Manta an der Pazifikküste US-Flugzeuge stationiert, um Drogenkartelle und Schmuggler zu bekämpfen. Im Jahr 2008 verabschiedete das südamerikanische Land jedoch eine neue Verfassung, die ausländische Stützpunkte auf seinem Territorium untersagte. Im Jahr 2009 zogen die USA ab. Seitdem verschlimmerte sich die Situation in Ecuador allmählich, und das Land wurde zu einer Drehscheibe des internationalen Drogenhandels. Daher wollte die Regierung mithilfe des Volksentscheids die Wiedereinrichtung von ausländischen Militärstützpunkten erlauben.

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