
"Unverzeihliche Beleidigung": Iran rügt Argentinien wegen Einstufung der IRGC als Terrororganisation

Die iranische Regierung hat die Entscheidung Argentiniens, die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) als Terrororganisation einzustufen, "in den schärfsten Worten" verurteilt. In einer Erklärung des Außenministeriums in Teheran hieß es, dass dieser Beschluss gegen die Grundsätze des Völkerrechts wie etwa die Achtung der Souveränität und die Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates verstoße. Im vom englischsprachigen Auslandsfernsehsender Press TV zitierten Text war die Rede von einem "strategischen Fehler" und einer "unverzeihlichen Beleidigung" gegenüber dem iranischen Volk.

In diesem Kontext brachte Teheran sein Bedauern über die Konformität des Präsidenten Javier Milei mit seinem US-amerikanischen Amtskollegen Donald Trump sowie mit dem "zionistischen Regime" zum Ausdruck, einer gängigen Bezeichnung Israels durch die Behörden des Landes im Nahen Osten. Die iranischen Diplomaten warnten Argentinien vor Konsequenzen in den bilateralen Beziehungen, denn es handele sich um einen "gefährlichen Präzedenzfall". Darüber hinaus kritisierte der Iran Trump wegen seiner Strategie, die US-Verbündeten unter Druck zu setzen, damit diese vor dem Hintergrund der Eskalation in der Region die iranischen Streitkräfte mit Sanktionen belegten.
Buenos Aires hatte am 31. März die IRGC als Terrororganisation eingestuft. Der Schritt wurde mit der mutmaßlichen iranischen Unterstützung für die libanesische Miliz Hisbollah gerechtfertigt, die laut Vermutung der argentinischen Behörden hinter zwei brutalen Anschlägen gegen die israelische Botschaft und ein jüdisches Kulturzentrum in Buenos Aires in den Jahren 1992 und 1994 gestanden haben soll. Infolge der beiden Attentate waren insgesamt 114 Menschen getötet worden, mehr als 500 weitere hatten Verletzungen erlitten.
Im Februar dieses Jahres hatte die EU die IRGC ebenfalls als Terrororganisation eingestuft. Der Grund waren jedoch die brutal unterdrückten Massenproteste im Nahostland, bei denen laut Menschenrechtlern einige Tausend Demonstranten erschossen worden sein sollen. Als Gegenreaktion erklärte der Iran die Streitkräfte aller EU-Mitgliedsstaaten zu Terrorgruppierungen.
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