Lateinamerika

Trump fordert Staatschefs in Lateinamerika auf, Militärs im Innern einzusetzen

Will US-Präsident Donald Trump Militärdiktaturen in Lateinamerika installieren? Bei einem Gipfeltreffen mit zwölf Staatschefs aus Südamerika forderte er diese auf, ihr Militär gegen die Zivilbevölkerung einzusetzen – im Kampf gegen Drogenhandel. Die USA würden dies mit Raketenbeschuss unterstützen.
Trump fordert Staatschefs in Lateinamerika auf, Militärs im Innern einzusetzen

Am Samstag lud US-Präsident Donald Trump lateinamerikanische Staatschefs zu einem Gipfeltreffen in seinen Golfclub Doral in der Nähe von Miami ein. Auf der Versammlung namens "Shield of the Americas" (Amerikas Schutzschild) forderte Trump die zwölf versammelten Staatschefs auf, die USA im Kampf gegen südamerikanische Drogenkartelle zu unterstützen. Die Länder sollten mit eigenen Streitkräften gegen "die Drogenkartelle" in ihren Ländern vorgehen. 

Die USA könnten begleitend US-Raketenangriffe auf Drogenbosse durchführen, erklärte Trump am Samstag. Zu den Staatschefs, die am Gipfel "Shield of the Americas" teilnahmen, gehörten unter anderem Javier Milei aus Argentinien, Daniel Noboa aus Ecuador und Nayib Bukele aus El Salvador. Die ausgesprochene Härte von Bukeles Sicherheitspolitik gelte vielen in der Region als Vorbild, kommentierte Le Monde die Lage in El Salvador.

Wie die französische Zeitung am Samstag berichtete, forderte der US-Präsident von verbündeten Ländern in Lateinamerika "harte Maßnahmen gegen die organisierte Kriminalität" in der Region. Dafür gründete er eine Koalition aus 17 Nationen gegen Kartelle. Laut Angaben des Weißen Hauses verpflichteten sich diese Nationen, mit "harter Gewalt gegen Sicherheitsbedrohungen" vorzugehen. Trump habe ein Dutzend konservative Politiker aus Lateinamerika und der Karibik in seinen Golfclub Doral in der Nähe von Miami eingeladen. Diesen habe er versprochen: 

"Wir arbeiten mit Ihnen zusammen, um alles zu tun, was wir tun müssen. Wir werden Raketen einsetzen. Sie wollen, dass wir Raketen einsetzen? Die sind extrem präzise (...) Das ist das Ende für dieses Kartellmitglied. Aber wir werden alles tun, was Sie brauchen (...) Der einzige Weg, diese Feinde zu besiegen, ist, die Macht unserer Streitkräfte zu entfesseln." 

Kubas Regierungsvertreter seien nicht in Trumps Golfclub eingeladen worden. Aber gegenüber den anwesenden Staatschefs habe Trump seine jüngsten Warnungen gegenüber Kuba bekräftigt. Nach Ausschaltung der Staatschefs in Venezuela und in Iran sei Kuba als Nächstes "im Visier". Dazu habe Trump erläutert: 

"Ich werde mich um Kuba kümmern (...) Sie haben kein Geld, sie haben kein Öl. Sie haben eine schlechte Philosophie, sie haben ein schlechtes Regime, das schon seit Langem schlecht ist (...) Kuba befindet sich in seinen letzten Lebensmomenten."

Mehr zum Thema – Entgrenzte militärische Gesetzlosigkeit der USA unter Trumps 2.0

 

 

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