Lateinamerika

Trump: Kuba wird ebenfalls fallen

US-Präsident Donald Trump zündelt während laufender provozierter Kriegsereignisse in und um Iran unbeeindruckt weiter. So erklärte er vor Journalisten kurzerhand: "Kuba wird ebenfalls fallen."

"Kuba steht kurz vor dem Zusammenbruch", so die Wahrnehmung von US-Präsident Donald Trump Anfang Januar gegenüber Reportern, einen Tag nachdem US-Spezialeinheiten den venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro entführt hatten. Drei Wochen später rief Trump den nationalen US-Notstand aus, um so der vermeintlich "ungewöhnlichen und außergewöhnlichen Bedrohung" Kubas zu begegnen, wobei er der politischen Führung in Havanna zudem "eine Reihe von Verbrechen" unterstellte. Nun deutete der Kriegspräsident an, dass seine Regierung nach Abschluss der US-Militäroperationen in Iran ihr Augenmerk fokussiert auf Kuba richten werde.

US-Präsident Donald Trump wolle sich nach eigenen Angaben "mit Kuba befassen", sobald die militärischen Aktionen in Iran unter seiner Verantwortung beendet seien. Er wolle diesen Konflikt zuerst abschließen, so Trump bei einem Pressetermin im Weißen Haus. Danach sei es "nur eine Frage der Zeit, bis Sie und viele großartige Menschen" nach Kuba zurückkehren könnten. Anwesend im Oval Office war ein Fußballteam aus Miami, darunter Lionel Messi.

Im Rahmen eines Telefoninterviews mit dem Portal Politico wurden Trumps Ausführungen nun direkter in der Formulierung. So heißt es in dem Artikel, dass der US-Präsident "jedoch voll in die Offensive ging", dies mit Blick auf immer mehr Bedenken und Kritik seitens US-Bürgern und Republikanern hinsichtlich der Auswirkungen des Iran-Krieges auf heimische Benzinpreise und weitere Bereichen. Trump "beharrte" demnach darauf, "dass der militärische Angriff bei den Wählern beliebt sei", so Politico zitierend. Er habe demnach wörtlich zu Protokoll gegeben:

"Die Menschen lieben das, was gerade passiert."

Des weiteren prognostizierte er in seinen Ausführungen, dass die iranische Regierung wörtlich "nicht die letzte sein werde", die in einer von Trump initiierten kriegerischen Konfrontation nachgeben werde. Dazu erklärte der Präsident:

"Kuba wird ebenfalls fallen. Wir haben alle Öllieferungen, alle Geldzahlungen und alles, was aus Venezuela kommt, das die einzige Quelle war, eingestellt. Und sie wollen einen Deal machen."

Der US-Präsident führte weiter aus, dass die katastrophale wirtschaftliche Lage auf der Insel auch eine Folge des andauernden US-Sanktionsdrucks sei. "Das passiert wegen meiner Intervention", so Trump referierend. Ohne die Maßnahmen seiner Administration hätte Kuba "dieses Problem offensichtlich nicht".

Auf die Frage, ob die Vereinigten Staaten eine führende Rolle beim Sturz der kubanischen Regierung spielen werden, erklärte Trump laut Politico

"Nun, was denken Sie? Seit 50 Jahren ist das das Tüpfelchen auf dem i. Venezuela macht sich [dahingehend] fantastisch, [mit Delcy Rodríguez] leistet hervorragende Arbeit. Die Beziehungen zu ihnen sind großartig."

Trump gab weiter zu Protokoll, dass die Vereinigten Staaten angeblich mit der kommunistischen Führung Kubas in Kontakt stehe, da sich die Instabilität auf der Insel nach der Festnahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro verschärfe.

Seit Dezember des Vorjahres erhält das Land kein Öl mehr aus Venezuela, da US-Präsident Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus dem südamerikanischen Nachbarstaat angeordnet hat. Kuba mit seinen rund zehn Millionen Einwohnern ist dabei komplett auf Öl zur Stromversorgung angewiesen.

Stromausfälle gehören für die Bevölkerung in Kuba mittlerweile zum Alltag, samt den damit verbundenen Auswirkungen auf allen Ebenen der Gesellschaft. Mehrmals täglich fällt zudem das öffentliche Energienetz aus.

Der US-Präsident kommentierte zu der sich dynamisierenden Notlage der Kubaner gegenüber Politico:

"Sie brauchen Hilfe. Wir sprechen mit Kuba."

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