Lateinamerika

Bericht: Trump strebt Regimewechsel in Kuba bis Jahresende an

Die Entführung Maduros soll die Vorlage sein. Washington plant ermutigt von dem Erfolg bei der Entführung Maduros in Venezuela einen Putsch gegen einen Teil der kubanischen Führung. Die Trump-Regierung sucht demnach nach Möglichkeiten, die kubanische Regierung zu infiltrieren.
Bericht: Trump strebt Regimewechsel in Kuba bis Jahresende an

Ermutigt von dem Erfolg bei der Entführung Maduros in Venezuela will Washington auf der Karibikinsel einen ähnlichen Plan verfolgen. Wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtete, sucht die Regierung von Donald Trump derzeit nach Insidern in der kubanischen Regierung, mit denen eine Vereinbarung zum Sturz der kommunistischen Führung Kubas getroffen werden könne. Dies solle noch bis Ende dieses Jahres geschehen.

Die Trump-Regierung schätzt die kubanische Wirtschaft als kurz vor dem Zusammenbruch stehend ein. Sie geht davon aus, dass die Regierung nach dem Verlust ihres wichtigen Gönners Maduro so schwach ist wie nie zuvor. Zwar haben die Beamten keinen konkreten Plan, um die seit fast sieben Jahrzehnten auf der Karibikinsel an der Macht befindliche kommunistische Regierung zu stürzen, sie sehen jedoch die Festnahme Maduros und die anschließenden Zugeständnisse seiner zurückgelassenen Verbündeten als Blaupause und Warnung für Kuba, so hochrangige US-Beamte.

In Venezuela war die US-Regierung ähnlich vorgegangen. Anstatt auf die venezolanische Opposition zu setzen, entführten Spezialkräfte Präsident Maduro und dessen Frau. Anschließend wurde Vizepräsidentin Delcy Rodríguez als Übergangspräsidentin vereidigt. Diese verurteilte das amerikanische Vorgehen öffentlich scharf, ist inzwischen jedoch vom Kurs der Konfrontation mit den USA abgekommen.

Wie aus US-Kreisen bekannt wurde, zeichnen US-Geheimdienstberichte ein düsteres Bild der Wirtschaft der Insel, die unter chronischem Mangel an Grundgütern und Medikamenten sowie häufigen Stromausfällen leidet.

Das Schicksal Kubas ist seit langem mit dem Venezuelas verflochten. Subventioniertes venezolanisches Öl ist seit der Machtübernahme von Hugo Chávez im Jahr 1999 eine wichtige Stütze der kubanischen Wirtschaft. Washington beabsichtigt, den kubanischen Staat zu schwächen, indem die Ölversorgung unterbrochen wird, welche die kubanische Wirtschaft am Laufen hält, so hochrangige US-Beamte gegenüber WSJ. Kubas Ölvorräte könnten innerhalb weniger Wochen erschöpft sein, was laut Ökonomen zu einem vollständigen Stillstand der Wirtschaft führen würde.

Zudem nimmt die Trump-Regierung Kubas medizinische Missionen im Ausland ins Visier, die Havannas wichtigste Quelle für Devisen sind. Dazu erlässt sie unter anderem Visumsverbote für kubanische und ausländische Beamte, die das Programm unterstützen.

Einige Beamte aus dem Umfeld von Präsident Trump sagten, dieser lehne die Strategien des Regimewechsels der Vergangenheit ab. Stattdessen versuche er, wo immer möglich, Vereinbarungen zu treffen und sich bietende Gelegenheiten zu nutzen, so ein hochrangiger Beamter aus dem Umfeld Trumps. Wie in Venezuela könnte dies in Form von zunehmendem Druck geschehen, während gleichzeitig signalisiert wird, dass das Weiße Haus offen für Verhandlungen über einen Ausweg ist.

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