
USA kündigen baldige Lockerung der Sanktionen gegen Venezuela an

Washington könnte innerhalb weniger Tage einige der Sanktionen gegen Venezuela aufheben, um den Verkauf von Öl zu erleichtern, wie US-Finanzminister Scott Bessent bekannt gegeben hat. Seine Äußerungen folgten auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump, dass Amerika "uneingeschränkten Zugang" zum Rohöl des Landes benötige.
In einem Interview mit Reuters am Freitag sagte Bessent, das US-Finanzministerium sei bereits dabei, "die Sanktionen für das Öl, das verkauft werden soll, aufzuheben". Zugleich prüfe das Ministerium Änderungen, die dazu beitragen würden, die Erlöse aus venezolanischem Rohöl, das größtenteils auf Schiffen gelagert ist, zurück ins Land zu bringen.

"Wie können wir dazu beitragen, dass es zurück nach Venezuela gelangt, um die Regierung und die Sicherheitsdienste zu finanzieren und es dem venezolanischen Volk zukommen zu lassen?", sagte er und fügte hinzu, dass weitere Sanktionen "bereits nächste Woche" aufgehoben werden könnten, ohne jedoch zu präzisieren, welche Maßnahmen man ergreifen wolle.
Er sagte auch, dass fast fünf Milliarden US-Dollar der eingefrorenen Sonderziehungsrechte des Landes beim IWF für den Wiederaufbau der Wirtschaft eingesetzt werden könnten. Bessent deutete zudem an, dass kleinere Privatunternehmen wahrscheinlich schnell wieder in den venezolanischen Ölsektor zurückkehren würden.
Einige große US-Ölkonzerne bleiben jedoch vorsichtig. Am Freitag bezeichnete Darren Woods, CEO von ExxonMobil, Venezuela, das über die größten Ölreserven der Welt verfügt, unter den gegenwärtigen Bedingungen als "uninvestierbar" und verwies dabei auf schwache rechtliche Schutzmaßnahmen und frühere Verstaatlichungen.
Bessents Äußerungen erfolgten nach dem Angriff der USA auf Caracas und der brutalen Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, der nach New York geflogen wurde, um sich dort wegen vermeintlichen Drogenhandels und Waffenbesitzes zu verantworten, was er jedoch bestreitet.
Nach der Entführung erklärte US-Präsident Donald Trump, Washington werde Venezuela "führen" und dabei mit den Beamten in Caracas zusammenarbeiten, bis ein Übergang erreicht sei. Er erklärte gleichzeitig, dass die USA "uneingeschränkten Zugang [...] zu Öl und anderen Ressourcen in diesem Land" benötigten.
Einige Tage später kündigte Trump an, dass die Übergangsregierung Venezuelas 30 bis 50 Millionen Barrel "sanktioniertes Öl" zur Veräußerung "übergeben" werde, "zum Wohle der Menschen in Venezuela und der Vereinigten Staaten".
Unterdessen erklärte Caracas, es sei offen für einen Dialog mit den USA, warnte jedoch, dass das Land "niemals wieder zur Kolonie eines anderen Imperiums" werde.
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