
US-Bomben auf Venezuela: Maduro ruft Ausnahmezustand aus

Nachdem am frühen Samstagmorgen gegen 2 Uhr Ortszeit in der Hauptstadt Caracas mindestens sieben Explosionen und tief fliegende Flugzeuge zu hören waren, beschuldigte die venezolanische Regierung die Vereinigten Staaten, zivile und militärische Einrichtungen in mehreren Bundesstaaten angegriffen zu haben.
Venezuela wurde von den USA angegriffen, da Washington versucht, die Kontrolle über die natürlichen Ressourcen des Landes zu erlangen, erklärte der Außenminister des lateinamerikanischen Landes, Yvan Gil, in einer ersten Reaktion.
Nach den Explosionen hat Venezuela den USA einen "schweren militärischen Angriff" vorgeworfen. Laut einer Mitteilung der Regierung vom Samstag hat der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro den Ausnahmezustand ausgerufen und die Mobilisierung der Bevölkerung angeordnet. US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich angekündigt, dass Maduros Tage "gezählt" seien. Zuletzt hatte Trump zudem von der Möglichkeit von US-Angriffen auf das venezolanische Festland gesprochen.

In der Erklärung rief die venezolanische Regierung ihre Anhänger dazu auf, auf die Straße zu gehen. "Volk, auf die Straße!", hieß es darin. Die Regierung rief alle gesellschaftlichen und politischen Kräfte des Landes dazu auf, ihre Mobilisierungspläne zu aktivieren und diesen "imperialistischen Angriff" zurückzuweisen.
Weiter hieß es in der Erklärung, Präsident Nicolás Maduro habe "die Umsetzung aller nationalen Verteidigungspläne angeordnet" und einen "Zustand äußerer Unruhen" ausgerufen.
In einem vorab aufgezeichneten Interview, das am Donnerstag ausgestrahlt wurde, sagte Maduro außerdem, dass die USA durch die monatelange Druckkampagne, die im August mit einem massiven Militäreinsatz in der Karibik begonnen hatte, einen Regime-Change in Venezuela erzwingen und Zugang zu dessen riesigen Ölreserven erlangen wollen.
Die New York Times berichtete, ein Sprecher des Pentagons habe alle Fragen zu den Explosionen in Caracas abgewiesen. Auch das Weiße Haus sei zu keinem Kommentar bereit. US-Präsident Donald Trump soll aber schon vor Tagen die Angriffe auf Venezuela befohlen haben. Das berichtet der amerikanische Sender CBS unter Berufung auf zwei namentlich nicht genannte Mitarbeiter der US-Regierung.
Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro schrieb auf der Plattform X in Reaktion auf den Angriff: "In diesem Moment wird Caracas bombardiert. Alarm an alle: Venezuela wurde angegriffen. Sie beschießen es mit Raketen."
Der Konflikt zwischen den USA und Venezuela hatte sich zuletzt immer weiter verschärft. Die US-Streitkräfte haben vor der Küste Venezuelas zahlreiche Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge und Soldaten zusammengezogen. Das US-Militär versenkte eine Reihe von angeblichen Drogenbooten und die Küstenwache beschlagnahmte Öltanker, die mit Sanktionen belegt sind.
Mehr zum Thema - USA zerstören mutmaßlichen "Drogenkonvoi": mehrere Tote
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.