
Befehl zu tödlichen Luftschlägen in der Karibik: US-Kriegsminister kritisiert Medien

US-Kriegsminister Pete Hegseth hat die Washington Post scharf kritisiert, nachdem diese berichtet hatte, er habe Anfang September Militäreinheiten angewiesen, "alle Menschen" auf einem mutmaßlichen Drogenschmuggel-Boot in der Karibik zu töten. Hochrangige Mitglieder des US-Senatsausschusses für Streitkräfte hatten angekündigt, den Vorfall zu untersuchen.
In den letzten Monaten hat die USA im Rahmen ihrer Operation "Southern Spear", die angeblich gegen "Drogenterroristen" gerichtet sein soll, mehr als ein Dutzend Kriegsschiffe und etwa 15.000 Militärangehörige vor der Küste Venezuelas konzentriert. US-Präsident Donald Trump hatte zudem erklärt, dass er militärische Maßnahmen in dem südamerikanischen Land nicht ausschließe. Caracas hat die Anschuldigungen sowie jegliche Beteiligung am Drogenhandel konsequent bestritten. In einem Beitrag auf X schrieb Hegseth am Samstag:
"Wie üblich verbreiten die Fake News[-Medien] weitere erfundene, aufwieglerische und abfällige Berichte, um unsere unglaublichen Krieger zu diskreditieren, die für den Schutz des Vaterlandes kämpfen."
Allerdings wies er die Vorwürfe nicht explizit zurück. Er behauptete weiterhin, dass "diese hochwirksamen Angriffe speziell darauf ausgerichtet sind, tödliche, kinetische Schläge zu versetzen". Er sagte zudem, dass "jeder von uns getötete Schmuggler einer terroristischen Organisation angehöre".

In einem Bericht vom Samstag hatte die Washington Post unter Berufung auf anonyme Quellen "mit direktem Wissen über die Operation" berichtet, dass Hegseth den Befehl gegeben habe, "alle zu töten", die sich auf einem Boot befanden, das am 2. September zerstört wurde. Bei dem Angriff sollen alle elf Menschen an Bord ums Leben gekommen sein.
Der Zeitung zufolge hat das US-Militär seitdem mindestens 22 weitere Schiffe in der Karibik und im östlichen Pazifik angegriffen und dabei weitere 71 mutmaßliche Drogenschmuggler getötet.
Am späten Freitagabend gab der Vorsitzende des Senatsausschusses für die US-Streitkräfte, der republikanische Senator Roger Wicker, gemeinsam mit den demokratischen Mitgliedern des Ausschusses eine Erklärung ab, in der sie sagten, dass sie "die Berichte über Folgeangriffe auf Boote, die angeblich Drogen in der SOUTHCOM-Region transportieren, ernst nehmen und parteiübergreifende Maßnahmen ergreifen, um einen vollständigen Überblick über die betreffende Operation zu erhalten".
In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social erklärte US-Präsident Trump am Samstag zudem, dass "der Luftraum über und um Venezuela vollständig geschlossen" werde. Das venezolanische Außenministerium hatte Trumps Äußerung als illegalen "kolonialistischen" Angriff auf die Souveränität des Landes zurückgewiesen. Trump deutete zudem an, dass Bodenangriffe des US-Militärs in Venezuela unmittelbar bevorstehen.
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