Lateinamerika

Medien: USA proben Luftangriffe gegen Venezuela

Das "Wall Street Journal" berichtet über Informationen, laut denen die US Air Force "simulierte Angriffe gegen Venezuela" geflogen sei. US-Präsident Donald Trump soll zudem Venezuelas Präsident Nicolas Maduro in einem Telefonat mit einem Regimewechsel gedroht haben.
Medien: USA proben Luftangriffe gegen Venezuela© Webseite: Eglin.af.mil

Die USA haben in den letzten Wochen Luftangriffe geprobt, die sie in Venezuela durchführen wollen, berichtete das Wall Street Journal (WSJ) am Samstag unter Berufung auf einen Verteidigungsbeamten und nach Auswertungen von Flugverfolgungsdaten. US-Präsident Donald Trump hat erneut die venezolanische Regierung beschuldigt, "narkoterroristische" Kartelle zu betreiben, und am Samstag angekündigt, dass der Luftraum des Landes für "alle Fluggesellschaften, Piloten, Drogenhändler und Menschenhändler" gesperrt werde.

Laut Artikel des WSJ erklärte Trump Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro in einem geheimen Telefonat letzte Woche, er werde seine Absetzung in Betracht ziehen, sollte dieser nicht zeitnah zurücktreten (Bezahlschranke). So hätte Trumps Social-Media-Beitrag auf ein Telefongespräch zwischen Trump und dem venezolanischen Präsidenten in der vergangenen Woche hingewiesen, wie aus Kreisen bekannt wurde, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Das Weiße Haus lehnte nach WSJ-Anfrage eine Stellungnahme ab.

Vor zwei Tagen deutete Trump zudem an, dass Landangriffe gegen Venezuela unmittelbar bevorstehen könnten. "Das wird sehr bald beginnen. Wir haben sie gewarnt, sie sollen aufhören, Gift in unser Land zu schicken", erklärte er während seiner Thanksgiving-Rede in seiner Golfanlage Mar-a-Lago. Weiter heißt es wörtlich im Artikel:

"Den Flugverfolgungsdaten und Angaben eines Verteidigungsbeamten zufolge hat die USA in den letzten Wochen mit Kampfflugzeugen und Bombern simulierte Angriffe gegen Venezuela geflogen. Außerdem hat sie ihre Präsenz in der Karibik ausgebaut, um eine Erhöhung des Flugbetriebs zu ermöglichen, falls Trump sich zu weiteren militärischen Maßnahmen entschließen sollte."

Die US-Luftfahrtbehörde FAA verwies laut WSJ Fragen zu Trumps Social-Media-Beitrag vom Samstag "auf eine Mitteilung an Piloten, die sie letzte Woche herausgegeben hatte" und demnach bis Februar 2026 gültig sein soll. Die FAA forderte zudem Piloten auf, "bei Flügen über Venezuela wegen der 'sich verschlechternden Sicherheitslage und verstärkten militärischen Aktivitäten' im Land und in dessen Umgebung Vorsicht walten zu lassen". Internationale Fluggesellschaften strichen nach dieser Empfehlung zunehmend Flüge nach Venezuela.

Die Drohungen erfolgen vor dem Hintergrund einer parallelen Verstärkung der US-Seestreitkräfte in der Karibik, wo auf Befehl von Trump seit September mehr als 20 mutmaßliche Drogenschmugglerschiffe angegriffen und teils durch Drohnenattacken samt den Bootsinsassen zerstört wurden.

Obwohl keine der beiden Seiten bis dato bestätigt hat, dass dieses Telefonat stattgefunden hat, hatte Trump zuvor bestritten, den venezolanischen Präsidenten mit Gewalt stürzen zu wollen. Im August erhöhten die USA die Belohnung für Maduros Festnahme auf 50 Millionen Dollar.

Am Samstag wies das venezolanische Außenministerium die Drohung gegen seine Flugzeuge als "kolonialistische Aggression" zurück, die nach internationalem Recht illegal sei. Maduro hat die Armee in höchste Alarmbereitschaft versetzt und mehrere Übungen durchgeführt, wobei er schwor, jede Invasion abzuwehren.

Die venezolanische Regierung hat Vorwürfe der Unterstützung von Kartellen zurückgewiesen und argumentiert, dass Trump die Bekämpfung des Drogenhandels als Vorwand für einen Regimewechsel nutze.

Mehr zum Thema – Trump kündigt Operationen auf venezolanischem Boden gegen "Drogenhändler" an

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