Lateinamerika

Trump kündigt Operationen auf venezolanischem Boden gegen "Drogenhändler" an

Die USA drohen nun Venezuela mit einer Invasion. Trump hat angekündigt, Drogenhändler auch an Land jagen zu wollen. In den vergangenen Wochen hatten sich die Berichte über eine bevorstehende Aktion gehäuft, nachdem das US-Militär Kräfte in die Karibik verlegt hatte.
Trump kündigt Operationen auf venezolanischem Boden gegen "Drogenhändler" an

Die USA würden "sehr bald" Maßnahmen ergreifen, um mutmaßliche venezolanische Drogenhändler auf venezolanischem Boden zu stoppen, erklärte US-Präsident Donald Trump am Donnerstag.

"Sie haben wahrscheinlich bemerkt, dass die Leute ihre Waren nicht mehr auf dem Seeweg transportieren wollen. Deshalb werden wir damit beginnen, sie auch an Land zu stoppen. Das ist einfacher, aber das wird sehr bald beginnen", sagte Trump in einer virtuellen Ansprache vor Angehörigen des US-Militärs.

Das venezolanische Kommunikationsministerium reagierte nicht sofort auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.

Die Trump-Regierung hat verschiedene Optionen im Zusammenhang mit Venezuela abgewogen, um gegen die angebliche Rolle von Präsident Nicolás Maduro bei der Lieferung illegaler Drogen vorzugehen. Maduro hat jegliche Verbindungen zum illegalen Drogenhandel wiederholt bestritten.

María Corina Machado, die im Oktober mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde und als faktische Führungsfigur der Opposition gilt, hatte die jüngst widerlegte Behauptungen weiterverbreitet, Venezuelas Präsident Nicolás Maduro sei direkt in Drogen-Geschäfte involviert. Doch die eigenen Geheimdienste der US-Regierung, Experten für den Drogenhandel in Lateinamerika sowie andere venezolanische Oppositionsführer haben die Behauptung zurückgewiesen, dass Maduro Drogenkartellen kontrolliere oder sie gegen die Vereinigten Staaten einsetze.

Die US-Streitkräfte in der Karibik konzentrieren sich seit Wochen auf Maßnahmen zur Drogenbekämpfung, obwohl sie dafür keine völkerrechtliche Grundlage haben. Seit September haben US-Truppen mindestens 21 Angriffe auf mutmaßliche Drogenboote in der Karibik und im Pazifik durchgeführt, bei denen mindestens 83 Menschen getötet wurden.

In den letzten Wochen gab es vermehrt Berichte über bevorstehende Maßnahmen, da das US-Militär angesichts der sich verschlechternden Beziehungen zu Venezuela Truppen in die Karibik entsandt hat. Am Samstag berichtete Reuters unter Berufung auf vier US-Beamte, dass die USA bereit seien, eine neue Phase der Operationen im Zusammenhang mit Venezuela einzuleiten.

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