Lateinamerika

Mehrere Tote, Enthauptete und Verstümmelte bei Gefangenenmeuterei in Guatemala

Bei einem Gefängnisaufstand in Guatemala sind mehrere Häftlinge getötet worden. Die Meuterei begann am Mittwochnachmittag im Ort Cantel im Südwesten des mittelamerikanischen Landes. Der Grund der blutigen Auseinandersetzung zwischen zwei Banden war zunächst unklar.
Mehrere Tote, Enthauptete und Verstümmelte bei Gefangenenmeuterei in GuatemalaQuelle: Reuters

Bei einer Auseinandersetzung zwischen den berüchtigten Banden Mara 18 und Salvatrucha sind mehrere Insassen einer guatemaltekischen Haftanstalt getötet worden. Die Meuterei begann gegen 16 Uhr Ortszeit im Innenhof des Gefängnisses im Ort Cantel in der Provinz Quetzaltenango im Südwesten des mittelamerikanischen Landes. Laut örtlichen Medien wurden dabei mindestens sieben Häftlinge getötet. In einigen Medien war von 14 Toten die Rede. Einige von ihnen sollen enthauptet und verstümmelt worden sein. Es gab auch Berichte über Geiselnahmen.

Wie Rodolfo Escobar, der Chef des guatemaltekischen Strafvollzugssystems, dem Sender Chapin-TV sagte, seien Gefangene nach ersten Informationen in einen Bereich des Gefängnisses eingedrungen, in dem andere Häftlinge zu ihrer eigenen Sicherheit isoliert gewesen seien. Es sei zum Gebrauch von Stichwaffen gekommen.

Das guatemaltekische Innenministerium bedauerte die Geschehnisse in der Haftanstalt und versicherte, dass Polizeikräfte vor Ort seien, um die Situation wieder unter Kontrolle zu bringen und den Grund der Auseinandersetzungen zu ermitteln. Das Nationale Büro zur Verhinderung von Folter verurteilte die Meuterei im Gefängnis von Cantel und forderte die Behörden auf, die Kontrolle in der Haftanstalt im strikten Einklang mit den Rechten der Gefängnisinsassen wiederherzustellen.

Laut Medienberichten ist das Gefängnis von Cantel für höchstens 900 Häftlinge ausgelegt. Dabei sitzen dort momentan mehr als 2.250 Menschen ein, die meisten von ihnen im Zusammenhang mit Banden- und Drogenkriminalität.

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