Lateinamerika

Corona-Impfstoff aus Russland erhält Notfallzulassung in Mexiko

Die mexikanischen Behörden haben dem russischen Coronavirus-Impfstoff Sputnik V eine Notfallzulassung erteilt. Im Rahmen eines Liefervertrages wird das Land 24 Millionen Dosen des Vakzins beziehen. Die erste Charge mit 400.000 Dosen wird schon im Februar erwartet.
Corona-Impfstoff aus Russland erhält Notfallzulassung in MexikoQuelle: Reuters © AGUSTIN MARCARIAN

Die mexikanische Bundeskommission zum Schutz vor Gesundheitsrisiken (Cofepris) hat dem russischen SARS-CoV-2-Impfstoff Sputnik V eine Notfallzulassung erteilt. Dies gab Hugo López-Gatell, Pandemie-Experte des Gesundheitsministeriums, auf seiner allabendlichen Corona-Pressekonferenz am Dienstag bekannt. Ihm zufolge macht die Zulassung nun den Import und die Verwendung des Präparats möglich. López-Gatell bezeichnete die Tatsache, dass ein weiteres Vakzin dem Land im Kampf gegen die Krankheit COVID-19 zur Verfügung steht, als ermutigend.

Der Beschluss der mexikanischen Behörde erfolgte, nachdem das medizinische Fachblatt The Lancet kurz zuvor neue Daten zur Phase III der klinischen Studie von Sputnik V veröffentlicht hatte. Demnach sei das russische Präparat zu 91,6 Prozent bei allen Altersgruppen wirksam und verursache keine schwerwiegenden Nebenwirkungen.

Vergangene Woche hatte der mexikanische Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin eine Bestellung des russischen Impfstoffs an Mexiko besprochen. Anschließend wurde ein Vertrag für die Lieferung von 24 Millionen Dosen angekündigt, mit denen zwölf Millionen Menschen gegen die gefährliche Krankheit immunisiert werden können. Das lateinamerikanische Land erwartet im Februar eine erste Charge mit 400.000 Dosen des Vakzins aus russischer Herstellung.

Mexiko hatte an Heiligabend als erstes Land Lateinamerikas seine Impfkampagne begonnen. Das Land ließ zuerst das Mittel des Mainzer Unternehmens BioNTech und des US-Konzerns Pfizer zu. Danach folgte das Präparat des Pharmakonzerns AstraZeneca und der Universität Oxford.

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