Lateinamerika

Jair Bolsonaro will sich nicht impfen lassen: "Mein Leben ist in Gefahr? Das ist mein Problem"

Brasilien ist einer der Brennpunkte der COVID-19-Pandemie. Zugleich testet das südamerikanische Land mehrere SARS-CoV-2-Impfstoffe. Dennoch will Präsident Jair Bolsonaro sich gegen das Coronavirus nicht impfen lassen. Ihm zufolge haben Impfstoffe Nebenwirkungen.
Jair Bolsonaro will sich nicht impfen lassen: "Mein Leben ist in Gefahr? Das ist mein Problem"Quelle: Reuters © ADRIANO MACHADO

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat am Dienstag die Hersteller der SARS-CoV-2-Impfstoffe scharf kritisiert. Der Politiker sagte in einem Fernsehinterview, er werde zwar grünes Licht für den Kauf aller von der nationalen Gesundheitsaufsichtsbehörde ANVISA zugelassenen Präparate geben, sich selbst aber nicht impfen lassen:

"Ich werde mich nicht impfen lassen. Punkt. Mein Leben ist in Gefahr? Das ist mein Problem."

Bolsonaro begründete seine Entscheidung damit, dass die Impfstoffhersteller keine Verantwortung für die Nebenwirkungen übernehmen würden. Außerdem erklärte er, dass die Immunisierung gegen das Coronavirus nicht obligatorisch sein dürfe.

Trotz steigender Corona-Fallzahlen in Brasilien behauptete der Politiker im Interview, dass die COVID-19-Pandemie im größten Land Südamerikas in der Abschlussphase sei. Das Volk stehe kurz vor einer Herdenimmunität. Zugleich sprach sich der Präsident erneut für die Verwendung des Malaria-Mittels Hydroxychloroquin aus, obwohl seine Effizienz bei der Krankheit COVID-19 bislang nicht nachgewiesen werden konnte. Bolsonaro, der Anfang Juli positiv auf das Coronavirus getestet worden war, meinte, Hydroxychloroquin habe ihm das Leben gerettet. Seine 93-jährige Mutter habe immer eine Schachtel mit dem Medikament bei sich.

Die brasilianische Regierung will im ersten Halbjahr 2021 rund 50 Millionen Menschen gegen COVID-19 immunisieren. Ein Impfkalender liegt allerdings bislang nicht vor. Das Kabinett von Bolsonaro will für die Impfkampagne 20 Millionen Real (rund 3,2 Millionen Euro) ausgeben. Bis zu diesem Dienstag hat das südamerikanische Land mehr als 6,97 Millionen Corona-Fälle registriert. Im Zusammenhang mit der Krankheit COVID-19 starben 182.799 Menschen.

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