Lateinamerika

Kolumbianische Guerilla-Bewegung ELN lässt binnen weniger Tage acht Entführte frei

Die Guerilla-Bewegung ELN hat in Kolumbien binnen einiger Tage acht Entführte freigelassen. Die Freilassung von Geiseln ist eine der Hauptbedingungen der Regierung von Präsident Iván Duque für Friedensgespräche mit der letzten aktiven Guerilla-Organisation des Landes.
Kolumbianische Guerilla-Bewegung ELN lässt binnen weniger Tage acht Entführte freiQuelle: Reuters © Federico Rios

Wie die kolumbianische Tageszeitung El Tiempo am Montag (Ortszeit) berichtete, hatte die sogenannte Nationale Befreiungsarmee (ELN) am Sonntag an zwei Orten in dem nordöstlichen Department Norte de Santander sechs Personen auf freien Fuß gesetzt. Die vier Zivilisten und zwei Polizisten wurden Abgesandten der nationalen Ombudsstelle für Menschenrechte, der katholischen Kirche und dem Roten Kreuz übergeben.

Humanitären Hilfsorganisationen zufolge, auf die sich El Tiempo berief, waren die Freigelassenen bei guter Gesundheit. Sie befanden sich teilweise bis zu vier Monate in der Gewalt der Guerilla. Bereits am Freitag hatte die ELN zwei entführte Mitarbeiter einer Ölfirma in Arauca in die Freiheit entlassen.

Die Freilassung aller Geiseln ist eine der Hauptbedingungen der Regierung von Präsident Iván Duque für Friedensgespräche mit der Guerilla. In der vergangenen Woche hat die Regierung in Bogotá die Freilassung mehrerer Entführter gefordert. Seit dem Friedensvertrag mit den FARC-Rebellen ist die kleinere ELN mit rund 1.500 Kämpfern die letzte aktive Guerilla-Organisation Kolumbiens.

Die Vorgängerregierung von Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos hatte zwar im Februar 2017 Verhandlungen mit der Guerilla aufgenommen. Nachdem im Januar 2019 bei einem ELN-Anschlag auf eine Polizeiakademie in Bogotá 22 Menschen gestorben waren, brach die Regierung von Iván Duque die Friedensgespräche ab. (dpa)

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