Afrika

Russland und Afrika: Lawrow stärkt russische Kooperation mit der Sahel-Allianz

Im Rahmen seines Besuchs afrikanischer Länder nahm Russlands Außenminister an Konsultationen der Außenminister der Sahel-Allianz teil. Burkina Faso, Mali und Niger vertiefen ihre Beziehungen zu Russland und wenden sich von Frankreich und der EU ab. Mit den Konsultationen wird die Kooperation verstetigt.
Russland und Afrika: Lawrow stärkt russische Kooperation mit der Sahel-AllianzQuelle: Sputnik © Stanislav Krasilnikov

Es ist bereits die zweite gemeinsame Konsultation der Außenminister der Föderation der Sahel-Staaten und Russlands. Am 8. Juli traf Russlands Außenminister Sergei Lawrow in der nigrischen Hauptstadt Niamey auf die Außenminister Nigers, Malis und Burkina Fasos. Besprochen wurde neben dem Kampf gegen den Terrorismus vor allem der Ausbau der strategischen Partnerschaft zwischen Moskau und den Sahel-Staaten. Weitere Themen waren die Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen und des Handels. 

Im vergangenen Jahr hatten die beteiligten Staaten ein regelmäßiges Format verabredet, das jährlich zusammenkommen soll. Dies ist das Folgetreffen, mit dem das Format institutionalisiert wird. Im Verlauf des vergangenen Jahres wurde vor allem die Zusammenarbeit zwischen Russland und der Allianz der Sahel-Staaten im Sicherheitsbereich und im Bereich der Verteidigung gestärkt. Inzwischen geht die Kooperation mit der Russischen Föderation allerdings über Sicherheitsfragen hinaus und erstreckt sich auch auf die Bereiche Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Im Gegensatz zur früheren Kooperation mit der EU und Frankreich basiert die Zusammenarbeit zwischen Russland und der Sahel-Allianz auf dem Prinzip der Souveränität der beteiligten Staaten und der Nicht-Einmischung in die inneren Angelegenheiten der beteiligten Länder. Niger, Burkina Faso und Mali werfen der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich massive Einmischung und Missachtung der staatlichen Souveränität vor. Paris hat daher zuletzt massiv an Einfluss in der Region verloren. Burkina Faso brach im vergangenen Monat sogar die diplomatischen Beziehungen zu Frankreich komplett ab. Die Beziehungen der drei Länder zur Europäischen Union gestalten sich ebenfalls schwierig. Die Staaten der Sahel-Allianz werfen der EU neokoloniale Politik, Gängelei und Ausbeutung vor.  

Die Sahel-Allianz aus den Ländern Burkina-Faso, Niger und Mali hat sich auch aus dem Grund zusammengeschlossen, um außenpolitisch stärker auftreten zu können. Dabei setzt die Allianz auf die Zusammenarbeit mit Russland. Dies ist auch Ausdruck einer sich verschiebenden geopolitischen Ordnung. In dem Maße wie der Westen an Einfluss in Afrika verliert, wächst der Einfluss Russlands und Chinas. Der russische Außenminister Lawrow unterstrich in diesem Zusammenhang, man wolle eine "gerechte multipolare Weltordnung" aufbauen. 

Für Oktober ist der dritte Russland-Afrika-Gipfel in Moskau geplant. Durch Lawrow ließ Russlands Präsident Putin ausrichten, er hoffe, die Staatschefs der Länder der Sahel-Allianz in Moskau begrüßen zu können.  

Mehr zum Thema  Burkina Faso weist EU-Resolution als "neokoloniale" Einmischung zurück

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.