Kreml zum "Twerking"-Skandal: Tanz nicht mehr aus Russland wegzudenken, aber bitte nicht vor Kriegsdenkmälern

Nach dem jüngsten Aufruhr um zu 15-tägigen Gefängnisstrafen verurteilten Hip-Hop Tänzerinnen in der südrussischen Stadt Noworossijsk, hat nun auch der Kreml reagiert. Wie Kreml-Stabschef Sergej Iwanow in einer Pressekonferenz mitteilte, habe man nichts gegen den Tanz an sich, der auch regelmäßig bei russischen Basketballspielen aufgeführt wird, doch halte man den Platz, ein Denkmal für die Schlacht um den Kaukasus 1943, "für falsch und unethisch.“
Kreml zum "Twerking"-Skandal: Tanz nicht mehr aus Russland wegzudenken, aber bitte nicht vor KriegsdenkmälernQuelle: Reuters © Eduardo Munoz

„Ich persönlich habe nichts gegen den Twerk-Tanz, so ist dieser doch aufgrund seiner weiten Verbreitung wie zum Beispiel unter den Cheerleadern in den Basketball-Arenen nicht mehr aus Russland wegzudenken“, gab der Kreml-Stabschef Iwanow in einer Pressekonferenz bekannt und ergänzte:

"Doch was den ausgewählten Platz angeht, muss ich gestehen, finde ich die Wahl, absolut falsch und unethisch."
Der Kremlstabschef bezog sich mit seiner Aussage auf ein Twerk-Musikvideo, das vergangene Woche von sechs jungen Frauen veröffentlicht wurde, und diese beim Twerk-Tanz vor dem Malaya Zemlya-Kriegsdenkmal in der südrussischen Stadt Noworossijsk zeigt.

Drei der sechs beteiligten jungen Frauen wurden wegen "Rowdytums" von einem städtischen Gericht zu einer Gefängnisstrafe zwischen 10 und 15 Tagen verurteilt.

Zwei der sechs jungen Frauen konnten ihre Strafe aufgrund von gesundheitlichen Gründen verringern. Eine weitere Tänzerin konnte die Haft umgehen, da sie noch unter 16 Jahren alt ist. Dafür rief das Gericht in der Stadt Noworossijsk jedoch ihre Mutter dazu auf „Maßnahmen zu ergreifen, um die ordnungsgemäße körperliche, sittliche und psychische Entwicklung ihres Kindes zu gewährleisten.“

Russische Medien zogen im Kontext ihrer Berichterstattung über den Vorfall vielseitige Parallelen bezüglich der momentanen „Twerking-Hysterie“ mit der Sowjet-Ära, als Behörden „ideologisch entfremdende“ Tänze, wie den Boogie-Woogie und den Foxtrott öffentlich missbilligten.

 

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