"Siegesfahrt" mit Hindernissen - Russischem Biker-Club "Nachtwölfe" wird die Einreise nach Polen verweigert

Um den Sieg der Roten Armee ausgiebig zu feiern, möchte der russische Biker-Club „Nachtwölfe“ über Osteuropa nach Berlin fahren. Ganz ohne Widerstand soll die Tour der „Putin-Rocker“ jedoch nicht ablaufen. Jetzt hat die polnische Regierung offiziell den Nachtwölfen die Einreise nach Polen verboten.
"Siegesfahrt" mit Hindernissen - Russischem Biker-Club "Nachtwölfe" wird die Einreise nach Polen verweigert

Während Russlands ältester Biker-Club seine Reise in Ehren der Kämpfer der Roten Armee von Moskau über Ost-und Mitteleuropa bis in die deutsche Hauptstadt vorbereitet, läuft Polen auf die Barrikaden.

Angekündigt ist der Tour-Start zum 25. April. Am 9. Mai wollen die „Nachtwölfe“ auf den Spuren der Sowjetarmee, pünktlich in Berlin ankommen.

„Ziel ist es, das Andenken an diejenigen zu ehren, die beim Kampf gegen den Faschismus gefallen sind“, erklärte Andrej Bobrowski, Organisator der Tour.

Im Fokus des Clubs steht eigentlich die Stärkung „der guten Beziehungen“. Nach dem Sieg der Roten Armee vor 70 Jahren über Nazi-Deutschland planten die „Nachtwölfe“ auf ihren Stationen den Besuch  aller wichtigen Schlachtfelder und sowjetischer Ehren-Friedhöfe.

Dazu gehört unter anderem auch die heute polnische Stadt Breslau. Doch ganz so unkompliziert soll sich die Reise für die russischen Biker nicht gestalten. Mit dem Facebook-Aufruf „Nein zu einer Durchfahrt russischer Banditen durch Polen“, der bereits über 10.000 Likes erzielen konnte, wird hier aufgefordert, dem Club den Grenzübertritt schwer zu machen, notfalls sollen dabei auch selbstgemachte Blockaden helfen.

Auch eine ins Leben gerufene Petition von den Mitgliedern der „Kämpfenden Solidarnosc“, die dem radikalen Flügel der Gewerkschaftsorganisation angehören und bereits in den 1980er Jahren "gegen den Sozialismus" kämpften, haben diese bereits mit über 1.000 Unterschriften an das polnische Außenministerium weitergereicht.

Beide Appelle weisen darauf hin, dass der russische Biker-Club für eine nationalistische Politik einsteht und angeblich in Kämpfe innerhalb der Ostukraine verwickelt war. Für den konservativen Oppositionspolitiker Pawel Kowal stellt die Tour der „Nachtwölfe“, eine „symbolische Gewalt“ dar, die eine „reale Gewalt“ mit sich ziehen wird.

Seiner Ansicht nach liegt die Verantwortung nun in Warschau. Die Regierung müsse die Einreise der Gruppe in jedem Fall verhindern. Der polnische Vize-Außenminister Rafal Trzaskowski sagte derweil im polnischen Fernsehen, dass schlussendlich  der Grenzschutz über die Einreise des Clubs entscheiden müsse.

In der Zwischenzeit ergriff ein polnischer Biker-Club namens „Sternfahrten von Katyn“, Partei für die „Nachtwölfe“. Deren Präsident, Wiktor Wegrzyn, betonte gegenüber Journalisten:

„Wenn wir in Russland unterwegs sind, werden wir ausgesprochen herzlich empfangen“,
So organisiert er regelmäßig die Fahrten nach Russland, an die Orte, an denen Polen während des stalinistischen Regimes getötet worden waren. Wegrzyns Ansicht nach, sollte das polnische Außenministerium, den russischen Bikern problemlos kostenfreie Visa erteilen.

Doch die polnischen Behörden untersagten heute den Mitgliedern des Biker-Clubs definitiv die Einreise.

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