Freudscher Versprecher? CNN spricht von Absicht “pro-amerikanische Truppen” in der Ukraine zu bewaffnen

Der US-Fernsehsender CNN hat die ukrainischen Truppen in der Südostukraine als „pro-amerikanische Truppen" bezeichnet. Zahlreiche Kommentare in den Sozialen-Medien nannten es einen Freudschen Versprecher und behaupten, es würde den wahren Plan hinter dem Konflikt aufzeigen.
 Freudscher Versprecher? CNN spricht von Absicht “pro-amerikanische Truppen” in der Ukraine zu bewaffnenQuelle: Reuters © Kevin Lamarque

Die Überschrift während CNNs Montags-Sendung über die Gespräche zwischen US-Präsident Barack Obama und der Kanzlerin Angela Merkel über die Lösung der Ukraine Krise, lautete: "Krise in der Ukraine - Obama überlegt pro-US Truppen zu bewaffnen".

Dies bezog sich auf die Bitte des Präsidenten an sein Team, die Möglichkeit der Lieferung tödlicher Verteidigungswaffen an die ukrainische Regierung in Betracht zu ziehen. Der Text blieb einige Minuten lang vor und während des Interviews von CNN-Moderatorin Carol Costello mit dem US-Oberstleutnant James Reese sichtbar.

Der Patzer wurde sofort von den Zuschauern bemerkt – vielen von ihnen teilten Fotos davon auf Twitter, mit den Betitelungen „Freudscher Versprecher“ und „die Maske ist verrutscht.“

Moskau hat wiederholt dargelegt, dass es nicht ein Teil des Ukraine-Konflikts ist. Unterdessen konnten weder die EU noch die USA ihre Anschuldigungen beweisen, dass Russland die Rebellen unterstützt und bewaffnet.

Letzte Woche hatte Stephen Cohen, emeritierter Professor für Russlandstudien und Politik an der New York Universität und Princeton Universität, den Ukraine-Konflikt einen Stellvertreterkrieg zwischen Russland und dem US-geführten NATO-Block genannt:

"Ein politischer Disput in der Ukraine wurde zu einem ukrainischem Bürgerkrieg. Russland hat die eine Seite unterstützt, die USA und NATO die andere. Deshalb ist es nicht einfach nur ein neuer Kalter Krieg, es ist ein Stellvertreterkrieg."
Der Ukraine-Konflikt begann letzten April, als Kiew Truppen und Freiwilligen-Bataillone in den Südosten schickte, nachdem Regierungsgegner sich geweigert hatten, die neue, durch einen Putsch an die Macht gekommene Regierung, anzuerkennen.

Der Bürgerkrieg hat bisher nach Angaben der Vereinten Nationen  5.300 Menschen das Leben gekostet.

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