WikiLeaks zeigt Julian Assanges Kater: Stubentiger in Sicherheit, aber unter Spionageverdacht

Seit Mai 2016 besitzt Julian Assange einen Kater. Der Stubentiger des WikiLeaks-Gründers erfreut sich indes einer großen Beliebtheit in den sozialen Netzwerken. Nach der Festnahme seines Herrchens müssen sich Julian Assanges Anwälte weiterhin um das charismatische Heimtier kümmern.

Am Samstag hat die Enthüllungsplattform WikiLeaks auf Twitter mitgeteilt, dass der Kater von Julian Assange in Sicherheit sei. Die Organisation veröffentlichte ein kurzes Video, in dem das Heimtier vor einem Fernseher saß, während auf dem Bildschirm die Festnahme des Aktivisten durch die britische Polizei gezeigt wurde. "Sie werden sich wieder in Freiheit treffen", hieß es.           

Im Oktober 2018 hatte Ecuadors Botschaft in Großbritannien ein Regelwerk für Julian Assange erarbeitet. Um weiterhin in der diplomatischen Vertretung wohnen zu dürfen, wurde der WikiLeaks-Gründer unter anderem dazu verpflichtet, für den Unterhalt und die Verpflegung seines Katers aufzukommen. Widrigenfalls wollten die ecuadorianischen Diplomaten das Samtpfötchen an ein Tierheim abgeben. Vor diesem Hintergrund bat der Aktivist seine Anwälte darum, seinen Kater an einen sicheren Ort zu bringen und sich um ihn zu kümmern. Viele Medien rätselten seitdem über den aktuellen Aufenthaltsort des Heimtieres.

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Am Freitag veröffentliche die britische Zeitung Daily Mail einen Artikel, in dem Ecuadors Botschafter Jaime Marchán über die Lebensart des WikiLeaks-Gründers im Asyl berichtete. Dem Aktivisten wurden Paranoia, Arroganz und Hygienemangel vorgeworfen. Der Diplomat war auch mit dem Kater namens James unzufrieden.

Das Tier konnte jeden Raum betreten. Wir waren misstrauisch, denn es hätte ein Gerät tragen können, um uns auszuspionieren", sagte Jaime Marchán.

Der WikiLeaks-Redakteur Kristinn Hrafnsson nannte diesen Verdacht "verrückt" und "surreal idiotisch". Die Story sei von Ecuadors Staatschef Lenín Moreno und dessen Mob verbreitet worden, um den schändlichen Rauswurf von Julian Assange zu übertünchen, schrieb der WikiLeaks-Journalist auf Twitter.

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