Russlands Verteidigungsminister: Befreiung des Donbass derzeit Hauptziel des Militäreinsatzes

Die ukrainische Armee habe erhebliche Verluste erlitten, sagte der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu bei einer Dienstberatung am Dienstag. Die Hauptziele des russischen Militäreinsatzes in der Ukraine seien erreicht, nun wolle man sich auf die Befreiung des Donbass konzentrieren.

Die Hauptziele der ersten Phase der Militäroperation seien im Wesentlichen abgeschlossen und die ukrainische Armee habe erheblichen Schaden erlitten, erklärte der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu am Dienstag. Die Luftwaffe und die Seestreitkräfte der Ukraine seien fast vollständig zerstört. Der Hauptfokus liege nun auf der Befreiung des Donbass. Gleichzeitig sagte der Minister allerdings, dass der Einsatz fortgeführt werde, "bis alle festgelegten Ziele erreicht sind".

Er versicherte zudem, dass angehende Soldaten, die in diesem Frühjahr zum Militärdienst einberufen werden, nicht in Konfliktgebiete entsandt würden. 

Die westlichen Lieferungen tödlicher Waffen an die Ukraine bezeichnete Schoigu als unverantwortlich. Deren unkontrollierte Verteilung könne eine Gefahr für europäische Staaten darstellen. So seien zwei ukrainische Minen im Schwarzen Meer vor der rumänischen Küste und dem Bosporus aufgetaucht. Falls die NATO beschließe, Kampfflugzeuge und Luftverteidigungssysteme in die Ukraine zu liefern, werde Russland "angemessen reagieren". 

Vergangene Woche hatte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij die NATO aufgefordert, aus ihren Beständen jeden hundertsten Panzer und jedes hundertste Flugzeug in die Ukraine zu schicken. Falls die "Partner" dem Land nicht mit Flugzeugen und Panzern helfen würden, bestehe ein hohes Risiko, dass die russische Armee nicht nur eine Gefahr für die Ukraine, sondern auch eine allgemeine militärische Bedrohung darstellen könne.

Schoigu teilte außerdem mit, dass in den vergangenen Wochen 600 Freischärler aus westlichen Ländern getötet worden seien, 500 weitere hätten die Ukraine seitdem verlassen.

Mehr zum Thema - Bundeswehr: Immer mehr Anträge auf Kriegsdienstverweigerung