Brief von Katharina II. über Vorteile der Impfung zum Verkauf angeboten

Ein immer noch aktueller Brief der russischen Kaiserin Katharina der Großen wird bald in London versteigert. Das Schreiben ist der Notwendigkeit von Impfungen gewidmet. Damals tobte in dem Kaiserreich Russland eine Pocken-Epidemie.

Sowohl Gedanken als auch Taten der russischen Kaiserin Katharina der Großen scheinen auch heute vor dem Hintergrund der Pandemie von Bedeutung zu sein. Nun sollen ein Brief Katharinas der Großen über die Notwendigkeit von Pockenimpfungen und ein Porträt der Kaiserin von Dmitri Lewizki versteigert werden. Dies teilt das Auktionshaus MacDougalls mit und betont, dieses Schreiben sei das erste bekannte Dokument über die erste Impfkampagne in Russland. Ekaterina MacDougall, die Direktorin des Auktionshauses, erklärte:

"Ekaterina war die erste Person in Russland, die geimpft wurde."

Katharina II. schrieb ihre Gedanken in Bezug auf die Epidemie an Graf Peter Rumjanzew während einer Krimreise. In dem Schriftstück erläuterte die Kaiserin, wie die Impfkampagne auf staatlicher Ebene organisiert werden sollte und unterstrich, wie wichtig diese für die Bevölkerung sei.

Im Oktober 1768 hatte sich Katharina II. als die erste Person in Russland gegen Pocken impfen lassen, und zwar auf dem Höhepunkt der Epidemie, die Russland und Europa ergriffen hatte. Die Sterblichkeitsrate unter den Geimpften lag damals bei rund zwei Prozent und war 20 Mal niedriger als bei den Ungeimpften. Damals wurde im Rahmen der Impfkampagne eine Methode namens Variolation verwendet. Sie bestand darin, dass man einer erkrankten Person mittels einer Lanzette Material aus einer Pustel entnahm, das dann einer gesunden Personen durch kleine Wunden in den Arm oder in das Bein eingebracht wurde.

Das Porträt Katharinas II. und ihr Brief werden in einem Los mit einer Schätzung von 0,8-1,2 Millionen Pfund angeboten. Die Ausstellung findet vom 19. bis 30. November in Moskau statt, die Auktion selbst wird am 1. Dezember in London abgehalten.

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