Wegen Dopings: Russische Leichtathletik-Olympiasieger für vier Jahre gesperrt

Der Internationale Sportgerichtshof hat beschlossen, die Leichtathletik-Olympiasieger Natalja Antjuch und Andrei Silnow wegen Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regeln für jeweils vier Jahre zu disqualifizieren. Die beiden haben ihre Karrieren bereits beendet.

Die Olympia-Sieger Andrei Silnow und Natalja Antjuch sind vom Internationalen Sportgerichtshof CAS wegen Doping-Vergehen aus den Jahren 2012 und 2013 jeweils für vier Jahre gesperrt worden. Die Sperre gilt vom Mittwoch an.

Silnow hatte im Jahr 2008 in Peking Olympia-Gold im Hochsprung gewonnen, Antjuch war im Jahr 2012 in London Olympiasiegerin über 400 Meter Hürden geworden. Ihre Ergebnisse wurden annulliert. Beide haben ihre aktive Karriere bereits beendet.

Ihnen war auf Grundlage der Ermittlungen von Richard McLaren, des Sonderermittlers der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA, die Einnahme verbotener Substanzen vorgeworfen worden. Die Integritätskommission des Weltverbandes World Athletics klagte im März 2020 Silnow und Antjuch an. Wegen der Vorwürfe war Silnow im Jahr 2019 als Vizechef des russischen Leichtathletikverbandes zurückgetreten.

Insgesamt führte der CAS in seiner Mitteilung Doping-Urteile gegen zwölf russische Sportler an. Jelena Sobolewa, die im Jahr 2008 Hallen-Weltmeisterin über 1.500 Meter wurde, wurde für acht Jahre gesperrt, die Hammerwerferin Oxana Kondratjewa für vier Jahre.

Der CAS gab zudem vier Einsprüchen teilweise statt, darunter dem des Hochspringers Iwan Uchow. Dessen Sperre wurde von vier Jahren auf zwei Jahre und neun Monate reduziert. 

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