Langläufer aus Österreich und Kasachstan gestehen Eigenblutdoping bei Ski-WM

Zwei österreichische und ein kasachischer Langläufer haben Eigenblutdoping gestanden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Innsbruck am Donnerstag mit. Die drei Sportler waren am Vortag im Zuge einer Anti-Doping-Razzia gegen ein international agierendes Netzwerk bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld in Tirol festgenommen worden.

Gegen die drei Läufer bestehe der Verdacht des Sportbetrugs, hieß es von Seiten der Staatsanwaltschaft. Sie seien verdächtig, "trotz anderslautender Verpflichtungen und Erklärungen gegenüber Veranstaltern, Verbänden und Sponsoren eine verbotene Dopingmethode angewendet und damit unrechtmäßig Unterstützungen und/oder Preisgelder erlangt oder zu erlangen versucht zu haben".

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Die Österreicher und der kasachische Sportler haben umfangreiche Angaben gemacht. Da nach dem derzeitigen Ermittlungsstand nicht anzunehmen sei, dass die verdächtigen Athleten auf freiem Fuß die Ermittlungen beeinträchtigen würden, liegen keine Gründe für eine Untersuchungshaft vor, hieß es.

Zwei estnische Athleten, die ebenfalls im Zuge der Razzia festgenommen wurden, seien noch in Haft. Ihre Vernehmungen seien noch nicht abgeschlossen. Auch die beiden in Seefeld festgenommenen Komplizen eines ebenfalls verdächtigen Sportmediziners würden vorerst in Haft bleiben, denn auch bei ihnen seien die Vernehmungen noch nicht abgeschlossen. Morgen Vormittag soll in diesen vier Fällen über eine mögliche Verhängung der U-Haft entschieden werden. (dpa)

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