Facebook identifiziert und ortet "Gefährder" unter seinen Nutzern

Facebook verfolgt die Standorte und Bewegungsdaten von Nutzern, die nach Auffassung des sozialen Netzwerkes eine Gefahr für seine Mitarbeiter darstellen. Das teilten mehrere ehemalige Mitarbeiter von Facebook im Gespräch mit dem Nachrichteportal CNBC mit. Das Netzwerk soll dafür Positionsdaten der Facebook-App und IP-Adressen benutzen, die über die Facebook-Webseite gesammelt werden.

Jeder Nutzer, der Facebook öffentlich droht, kann auf der schwarzen Liste landen: BOLO - "be on the lookout" (auf Deutsch etwa "sei gewahr").

Es gibt mehrere Gründe, warum Facebook einen Nutzer als Drohung betrachten könnte. Er kann sich zum Beispiel  mehrmals ohne Erlaubnis auf dem Gelände des Unternehmens aufhalten oder lange Emails mit Drohungen schreiben. Es reicht aber auch, wenn "unangemessene" Kommentare, die gegen Facebook gerichtet sind, gepostet werden, wie ein Ex-Mitarbeiter erzählte. Ein anderer gab zudem an, es gebe bei Facebook keine verbindlichen Richtlinien und man treffe eine Entscheidung in jedem einzelnen Fall.

Facebook bestritt jegliche Verletzung der Privatsphäre von Nutzern und betonte, es ginge bei der Maßnahme ausschließlich darum, die Sicherheit von Mitarbeitern zu gewährleisten.

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