Mazedonien wählt am 21. April neuen Präsidenten

Mazedonien wählt am 21. April einen neuen Präsidenten. Den entsprechenden Erlass unterschrieb Parlamentspräsident Talat Xhaferi am Freitag, berichteten Medien in der Hauptstadt Skopje. Eine Stichwahl zwischen den beiden erstplatzierten Kandidaten findet am 5. Mai statt, falls keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Stimmen auf sich vereint. Der Präsident hat überwiegend nur repräsentative Aufgaben, kann aber neue Gesetze verzögern.

Amtsinhaber Djordje Ivanov, der aus der oppositionellen nationalistischen VMRO-DPMNE-Partei kommt, kann nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Das neue Staatsoberhaupt wird der erste Präsident sein, der das Land von Beginn seines Mandats an unter seinem neuen Namen Nordmazedonien repräsentieren wird.

Die formale Umbenennung soll erfolgen, nachdem das griechische Parlament das Protokoll zum NATO-Beitritt des kleinen Balkanlandes ratifiziert hat. Die Abstimmung in der Athener Volksvertretung war am Freitagabend geplant.

Die Annahme des neuen Landesnamens legt einen seit fast drei Jahrzehnten währenden Streit zwischen Athen und Skopje bei. Griechenland hatte sich beständig geweigert, das 1991 aus dem Zerfall Jugoslawiens hervorgegangene Mazedonien unter diesem Namen anzuerkennen, weil eine historische Region im Norden Griechenlands auch so heißt und Athen Gebietsansprüche befürchtete. (dpa)