Josef, 27 Jahre: Journalist bandelt bei Tinder mit Stalin-Foto an und erntet Riesenerfolg

Ein deutscher Journalist hat sich im Rahmen eines Experiments bei der Dating-Plattform Tinder als Josef Stalin ausgegeben. Dafür lud er ein Foto des Diktators während seiner Jugendzeit hoch, das schon länger im Internet kursiert. Wie Paul Schwenn im VICE-Magazin berichtete, kam er mit den zahlreichen Anfragen gar nicht hinterher.

Der Journalist änderte das Zitat Stalins "Die Hitler kommen und gehen, aber das deutsche Volk bleibt" und machte daraus ein romatischeres "Relationships come and go, but love remains" (zu Deutsch: Beziehungen kommen und gehen, doch die Liebe bleibt). In den Einstellungen weitete er die Suche aus, damit nicht nur Frauen, sondern auch Männer auf sein Profil aufmerksam werden konnten. Schwenn erzählt, er habe lange niemanden zuerst anschreiben müssen, da er selbst oft und gerne angeschrieben wurde. Eine Zeit lang musste er seine Konversationen an einen Freund übergeben, da er nicht in der Lage war, die Lust aller Kommunikationsbedürftigen zu stillen.

Obwohl manche Nutzer das Bild des sowjetischen Politikers erkannten, gab es auch Bekanntschaften, die nichts ahnten und den getarnten Journalisten einfach mit Komplimenten zuhäuften. Nach ein paar Tagen wurde Schwenn von Tinder dafür gemahnt, anstößiges Material zu verbreiten. Wie dem Artikel zu entnehmen ist, löschte er sein Fake-Profil schließlich.

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