Schlag gegen internationale Bande - Anleger um Millionen betrogen

Bei Durchsuchungen in Deutschland, Spanien und der Schweiz ist Fahndern ein Schlag gegen eine mutmaßliche Betrügerbande gelungen. 14 Verdächtige sollen rund 60 Investoren im In- und Ausland mit dubiosen Anlagegeschäften um hohe Geldbeträge gebracht haben, teilte die zuständige Kölner Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

Der bisherige Gesamtschaden liege bei rund zwölf Millionen Euro. Die Beschuldigten stünden zudem in Verdacht, auch Anleger in Italien geschädigt zu haben. Details zur Betrugsmasche konnte der Sprecher der Justizbehörde nicht nennen.

Bei den Razzien am Dienstag seien zeitgleich zahlreiche Wohnungen und Firmenräume durchsucht worden, hieß es. Die Fahnder beschlagnahmten neben Unterlagen und Konten unter anderem auch 14 Zuchtpferde auf einem Gestüt in Spanien. In Deutschland gab es den Angaben zufolge Razzien in Ratingen, Düsseldorf, Mönchengladbach, Recke (alle Nordrhein-Westfalen) sowie in Unterföhring bei München. In Spanien und Deutschland wurden jeweils zwei Verdächtige festgenommen. Zuvor hatten die Behörden vier Jahre lang wegen bandenmäßigen Betrugs und Geldwäsche verdeckt ermittelt. (dpa)

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