Mexikos Ölkonzern "Pemex": Benzin-Diebe schlagen alle 30 Minuten zu

In Mexiko wird nach Angaben des staatlichen Mineralölkonzerns "Pemex" alle 30 Minuten versucht, illegal eine Benzinleitung anzuzapfen. Bis Oktober dieses Jahres seien rund 12.500 solche Vorfälle gemeldet worden, berichtete die Tagezeitung "Milenio" am Samstag. Damit sei die Zahl der gemeldeten Vorfälle im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 45 Prozent gestiegen. Die meisten Versuche, Benzin aus Überlandleitungen zu stehlen, habe es in den Bundesstaaten Puebla, Hidalgo und Guanajuato gegeben.

Der starke Anstieg der Zahl der gemeldeten Versuche sei auch durch eine bessere Überwachung zu erklären, sagte der Ex-Generaldirektor des Erdölunternehmens, Carlos Alberto Treviño, der Zeitung. Der Handel und Schmuggel von gestohlenem Benzin ist in Mexiko für kriminelle Organisationen ein Milliarden-Geschäft. Schätzungsweise soll "Pemex" durch den Diebstahl in diesem Jahr umgerechnet 1,5 Milliarden Euro verloren haben. Die Anzapf-Versuche sind nicht ungefährlich: Regelmäßig kommt es zu Explosionen an Pipelines und die mutmaßlichen Diebe werden verletzt oder kommen ums Leben. (dpa)

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