Migrantin aus Guatemala fordert von US-Regierung 60 Millionen Dollar nach dem Tod ihres Babys

Eine Migrantin aus Guatemala will nach dem Tod ihrer einjährigen Tochter von der Regierung der Vereinigten Staaten 60 Millionen Dollar oder umgerechnet 53 Millionen Euro einklagen. Die Frau hat am Dienstag eine Klage gegen gleich mehrere US-Behörden eingereicht. Die Guatemalerin wird im Prozess von der US-Anwaltskanzlei "Arnold & Porter" unterstützt.

Yazmin Juárez reiste in die USA zusammen mit ihrem Baby, um dort um Asyl zu bitten. Während ihres Aufenthalts in einem Aufnahmezentrum in Texas zog sich ihre Tochter Mariee eine Atemwegsinfektion zu. Trotz der Erkrankung ließ die US-Einwanderungsbehörde die Mutter und ihr Kind wieder auf freien Fuß. Im Mai, sechs Wochen nach der Entlassung, starb das einjährige Mädchen in Philadelphia. Den Fall übernahm die Anwaltskanzlei Arnold & Porter.

Da die US-Regierung die Entscheidung getroffen hat, kleine Kinder zu inhaftieren, ist sie dafür verantwortlich, dass die geschaffenen Aufenthaltsbedingungen sicher, hygienisch und geeignet sind", erklärte der Anwalt R. Stanton Jones.

Er reichte auch eine Klage in Höhe von 40 Millionen Dollar (gut 35 Millionen Euro) gegen die Stadt Eloy im US-Bundesstaat Arizona ein, die das Aufnahmezentrum offiziell betrieben hat. Bisher lag nach Angaben des Senders NBC News kein Kommentar der zuständigen Behörden vor. (NBC News)

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