Tierische Migration: Arktische Erdhörnchen wandern auf Insel in Nordostrussland ein

Mitarbeiter des Nationalparks "Beringija" im äußersten Nordosten Russlands haben auf der Insel Koljutschin arktische Erdhörnchen entdeckt. Die Spezies ist für die nahe liegende Tschuktschen-Halbinsel, aber auch für Alaska und Kanada typisch. Auf der rund 14 Kilometer von dem Kontinent entfernten Insel waren die Tiere jedoch noch nicht heimisch, zumindest in den letzten 16 Jahren, als die Fauna-Beobachtungen auf der Insel begonnen hatten.

Um das neue Areal zu besetzen, mussten die Erdhörnchen, auch arktische Ziesel genannt, irgendwie die 14 Kilometer breite Sergijewski-Meerenge überqueren. Die Tiere dürften das über das Eis geschafft haben. Frühere Bewohner der Insel Koljutschin und ehemalige Mitarbeiter einer örtlichen Wetterwarte, die bis zum Jahr 1992 im Betrieb gewesen war, bestätigten gegenüber den Fauna-Forschern, die Spezies nie zuvor auf der Insel gesehen zu haben. Die Biologen führten eine solche Ausdehnung des Areals auf den Klimawandel in der Arktis zurück. Eine Vergrößerung der Population der arktischen Erdhörnchen könnte die Flora und die auf der Insel nistenden Vögel gefährden. (Lenta.ru)

Mehr zum ThemaBeluga als seltener Gast in britischen Gewässern: Weißwal in der Themse gesichtet