GPS-Störungen während NATO-Manöver: Finnland richtet misstrauische Blicke auf Russland

Als ob die NATO bereits nicht ohnehin mit vielen anderen Problemen zu kämpfen hätte! Neben den Fällen der Stuhlentleerung in der Öffentlichkeit, massenhafter Aufzehrung der Biervorräte und Missgeschicken mit den sinkenden Schiffen soll es auch zur Fehlfunktion des GPS-Dienstes im Norden Finnlands gekommen sein. Nur die letzte Panne konnte man jemand anderem in die Schuhe schieben – und zwar dem unangenehmen Nachbarn, Russland.

Das schlecht funktionierende GPS-System gehört auf die lange Liste der Probleme, die die NATO-Übung Trident Juncture plagten. Der finnische Ministerpräsident Juha Sipila teilte mit, Russland sei womöglich an GPS-Störungen beteiligt gewesen. "Wir werden ermitteln, dann werden wir antworten", so Sipila. Das sei kein Witz, das habe die Flugsicherheit der einfachen Menschen gefährdet.

Der Kremlsprecher Dmitri Peskow nannte solche Anschuldigungen unbegründet und bemerkte, dass man Russland alle Todsünden vorwirft. "Wir haben Informationen dazu, dass Russland angeblich zu GPS-Störungen beigetragen hätte. Man sollte sich an die Sachverständigen oder das Verteidigungsministerium wenden." Aber es gebe einen deutlichen Trend, Russland für alle Todsünden verantwortlich zu machen. In der Regel seien diese Anschuldigungen unbegründet, so Peskow.

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