"Weiße sind Mörder": Südafrikanischer Parlamentsausschuss in Kritik wegen Hassrede auf Twitter

Kurz nachdem Pläne der südafrikanischen Regierung bekannt wurden, den Grundbesitz der weißen Minderheit des Landes per Verfassungsänderung zu enteignen, hat diese eine noch schärfere Rhetorik gegenüber europäisch-stämmigen Bürgern eingeschlagen. In seinem offiziellen Twitter-Account teilte der Parlamentsausschuss des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) einen Beitrag, der weiße Menschen als "Mörder" bezeichnete.

"Unser größter Fehler besteht darin, dass wir Mörder konsultieren. Weiße Menschen machen neun Prozent der Bevölkerung aus, sie besitzen 79 Prozent des Bodens. Sie sind nie zu uns gekommen und haben uns nie konsultiert, was den Boden angeht. Wenn sie von uns verziehen werden wollen, dann lasst uns den Boden und die Bodenschätze teilen", lautete der Tweet, der inzwischen bereits gelöscht wurde.

Die Art und Weise, in der der Beitrag verfasst worden war, scheint zwar den offiziellen Standpunkt der ANC-Fraktion im südafrikanischen Parlament zu repräsentieren. Dennoch leugnete das Twitter-Profil dies und behauptete, lediglich ein Zitat eines "Mitglieds der Öffentlichkeit" angeführt zu haben. Der Haftungsausschluss stieß auf harsche Kritik und wurde als Nachweis für die Voreingenommenheit der Regierungspartei gegen weiße Bürger gebrandmarkt.     

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