Spiel England-Tunesien beinahe durch Mücken vereitelt - dennoch 2:1

Schwärme fliegender Stechinsekten haben Wolgograd beim WM-Spiel England gegen Tunesien belagert und den spielenden Mannschaften zugesetzt. Die Mücken oder Fliegen zwangen manche Spieler zu taktischem Rückzug, doch andere leisteten erbitterten Widerstand mit chemischen Waffen und erzielten Treffer nicht nur gegen den fliegenden Gegner.

Nur wenige Tage vor dem ersten WM-Spiel in der Stadt an der Wolga nahm die Insektenplage derart Überhand, dass für dieses Spiel die Sicherheitsregeln im Stadion angepasst wurden: Die Fans durften Sprühdosen mit Anti-Mücken-Lotion auf das Stadiongelände mitnehmen, was wegen der Brandgefahr normalerweise verboten ist. Viele gingen vor dem Stechangriff auch unter Netzhüten in Deckung. Zum Mückenspray griffen auch viele Spieler auf dem Feld, während andere versuchten, sich die Plage durch ständiges Laufen vom Leibe zu halten.

"Hier sind uns alle sehr wohlgesonnen – bis auf die Mücken. Sie mögen uns aus irgendeinem Grund nicht – oder, vielmehr, sie haben uns zum Fressen gern", erzählten Fans der tunesischen Nationalelf. Die beim Match anwesenden Journalisten hatten etwas mehr Glück: "Ihrer sind Milliarden. Glücklicherweise stechen sie nicht, aber schon ihre Anwesenheit ist unangenehm", vermerkte BBC-Journalist John Murray.

Vor dem Spiel wurde das Stadion von einer Flugdrohne mit Insektenschutzmittel besprüht, dieses wirkte aber schlechter als erhofft. Dennoch gewann England dieses Spiel mit zwei Toren, und Tunesien erzielte immerhin ein Gegentor. (BBC, Evening Standard, Spiegel)

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